: BSE-Fall in der Bretagne
■ Fertiggerichte mit britischem Fleisch in Frankreich verboten
Paris (AFP) – In Frankreich müssen auf Anweisung der Regierung mehrere Fertiggerichte vom Markt genommen werden, die britisches Rindfleisch enthalten. Das Finanzministerium bezeichnete das Verkaufsverbot am Montag in Paris als Vorsorgemaßnahme aus Furcht vor einer möglichen Übertragung der Rinderseuche BSE auf den Menschen. Betroffen sind insgesamt zehn Gerichte der Marke Panzani-William Saurin, einer Tochter des Nahrungsmittelkonzerns Danone. Das Verkaufsverbot gilt unter anderem für Fertiggerichte wie Spaghetti, Cannelloni und Rindleisch nach provenzalischer Art. Alle wurden bereits vor dem völligen Einfuhrverbot für britisches Rindfleisch hergestellt, das Frankreich im Frühjahr verhängt hatte.
Unterdessen wurde in der Bretagne ein neuer Fall von Rinderwahnsinn bekannt. Damit wurden in Frankreich seit dem ersten Auftreten der Krankheit vor sechs Jahren insgesamt 25 BSE-Fälle registriert. Der neue BSE-Fall trat nach Angaben des Landwirtschaftsministerium bei einer acht Jahre alten Milchkuh auf, die zu einer Herde in der Bretagne gehörte. Die Region im Nordwesten ist in Frankreich das Gebiet mit den meisten Fällen von Rinderwahn. Aufgrund der französischen Schutzvorschriften wurde die gesamte Herde mit 65 Stück Vieh geschlachtet.
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