Atomabkommen: London und Teheran warnen
Großbritannien und Iran haben die USA zur Einhaltung des Atomvertrags mit dem muslimischen Staat gedrängt. Das Abkommen sei lebenswichtig für die regionale Sicherheit, sagte die britische Premierministerin Theresa May am Mittwoch. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif drohte einem Agenturbericht zufolge mit einer harten Antwort, falls die USA dagegen verstoßen. May hatte Dienstagabend mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Iran hatte mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland vereinbart, dass er sein Atomprogramm zurückfährt und dafür Sanktionen aufgehoben werden. Trump hat das Abkommen als das schlechteste Geschäft aller Zeiten kritisiert. Er muss bis Sonntag dem Kongress mitteilen, ob der Iran seiner Meinung nach den Vertrag einhält. Wenn nicht, könnten die Abgeordneten neue Sanktionen beschließen. (ap)
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen