: Asylbewerber verletzt
■ Skandale auf Frankfurter Flughafen
Frankfurt (taz) – Die Skandale auf dem Frankfurter Flughafen gehen weiter. Gestern erfuhr das Amt für Multikulturelle Angelegenheiten, daß vor einigen Tagen drei Männer versucht hatten, ihrer Abschiebung durch den Sprung aus einem Fenster zu entkommen. Sie seien geflüchtet und vom Bundesgrenzschutz (BGS) wieder eingefangen worden. Ein 21jähriger Flüchtling sei schwer verletzt nach Frankfurt verlegt und dort operiert worden, während Richter und Polizisten sich an seinem Bett ein Stelldichein gegeben hätten. Über den Verbleib der anderen beiden Nigerianer ist bisher nichts bekannt.
In der vergangenen Woche hatte das hessische Sozialministerium Alarm geschlagen, weil im Abschiebegebäude des BGS drei afghanische Waisenkinder tagelang unter unzumutbaren Bedingungen eingesperrt worden waren. Gestern wurde nun bekannt, daß der BGS am Donnerstag drei Mädchen aus der Türkei im Alter von neun bis 13 Jahren noch am selben Tag wieder zurückgeschickt hatte. Heide Platen
Nur noch 390 – dann sind wir 50.000
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 390 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen