Ein Feindbild mit vielschichtigen Wurzeln Muslimischer Antisemitismus ist weder ein Wesensmerkmal des Islams noch nur aus Europa importiert. Gegenmittel wäre, die jüdisch-muslimischen Beziehungen neu zu denken Von Omar Kamil Ausgabe vom 2.10.2026, Seite 15, argumente Download (PDF)
Ausstellung über jüdische Kunstsammler Rekonstruktion eines Mosaiks Das Bucerius Kunst Forum Hamburg hat vom NS-Staat geraubte Kunst jüdischer Familien rekonstruiert. Es versammelt sie zu einer historisch klugen Schau. Von Petra Schellen 21.9.2026
Israels Gründung mit humanitärem Ziel Nicht der Zionismus ist schuld Essay von Klaus Hillenbrand Die frühen Zionisten strebten einen liberalen Wohlfahrtsstaat ohne Diskriminierung an. Dass das nicht klappte, ist nicht der Ideologie zuzuschreiben. 10.1.2026
80 Jahre Wiederaufbau von Warschau Zwei Gegenspieler für die Idealstadt Vor 80 Jahren wurde das zerstörte Zentrum Warschaus wiederaufgebaut – als sozialistische Musterstadt und rekonstruierte Altstadt, ohne jüdisches Leben. Von Gabriele Lesser 24.12.2025
Chancen für eine Zwei-Staaten-Lösung Zwei Völker, ein Schicksal Auf Einladung von Ha’aretz und Heinrich Böll Stiftung wurden in Berlin „Bruchlinien und Zukünfte“ im Verhältnis von Israel, Gaza und Deutschland diskutiert. Von Ulrich Gutmair 10.11.2025
Kritische Kunst trifft auf Orthodoxie Freie Liebe Bildende Kunst, die sich kritisch der Welt zuwendet, und das ultraorthodoxe Judentum sind eigentlich unvereinbar. In Jerusalem kommt beides zusammen. Von Nicholas Potter 17.4.2025
Rückgabe von NS-Raubkunst wird evaluiert Ist der Welfenschatz Nazi-Diebesgut? Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz gibt nach: Kommission entscheidet darüber, ob die sakrale Kunst 1935 jüdischen Händlern entzogen wurde. Von Klaus Hillenbrand 3.3.2025
80. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung Bald ist niemand mehr da Essay von Klaus Hillenbrand Vor 80 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Die letzten Zeitzeugen sterben, deshalb braucht es neue Formen des Erinnerns. 27.1.2025
Preis des Jüdischen Museums Berlin Zwei Frauen, die ihr Leben der Bildung widmen Margot Friedländer und Delphine Horvilleur wurden geehrt. Sie erhielten den Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums Berlin. Von Jens Uthoff 17.11.2024
Jüdische Sprache in Franken Scholem Alechem in der Medine Lachoudisch ist die vergessene Sprache der fränkischen Juden. Das kulturelle Erbe von über 400 Jahren ist vom Aussterben bedroht. Von Thies Marsen und Jim Tobias 19.9.2024
Jüdische Perspektiven auf die Wahlen Auf Engagement kommt es an Die jüdische Studentenorganisation Hillel organisierte eine Podiumsdiskussion zu den Wahlen in Sachsen. Mehr Verbündete seien nötig, hieß es. Von Anna Hoffmeister 13.8.2024
Nahost-Konflikt Palästinenser brauchen Rechte Essay von Raja Shehadeh Unser Autor setzt sich als Anwalt für die Sache der Palästinenser ein. Er sagt: An vollen Bürgerrechten führt kein Weg vorbei. 23.7.2024
NS-Raubkunst An dieser Sammlung klebt Blut Die Gemäldesammlung des Schweizer Waffenhändlers Emil Bührle enthält 633 Werke. Ein Gutachten zeigt nun: Viele stammen aus jüdischem Besitz. Von Klaus Hillenbrand 1.7.2024
Antisemitismus in Frankreich Wann, wenn nicht jetzt Delphine Horvilleur, eine wichtige französische Intellektuelle und Leitfigur des liberalen Judentums, über den historischen Wendepunkt und Folgen des wachsenden Antisemitismus. Von Delphine Horvilleur 30.6.2024
Nahost-Konflikt bei den Oscars Geschichte, verzerrt In seiner Oscar-Rede thematisierte Regisseur Glazer den Nahost-Konflikt. Seine Formulierung wird von 1.000 jüdischen Filmleuten kritisiert. Von Tim Caspar Boehme 20.3.2024
Berliner Songwriterin Dota Schweben über der Zeit Dota geht mit Vertonungen von Mascha-Kaléko-Gedichten auf Tournee. Porträt einer Künstlerin, die von einem „im Sturm verwüsteten Jahrhundert“ singt. Von Anke Lübbert 26.2.2024
Kultur und Kriege Schräge Solidarisierungen Essay von Andreas Fanizadeh Die liberalen Demokratien sind unter Druck. Der hybriden Kriegsführung totalitärer Mächte sollte man gerade im Kulturbereich entschlossen begegnen. 4.2.2024
Umgang mit „Fluchtgut“ Vom Verlust von Vermögen Wurde es geraubt oder freiwillig verkauft? Wie mit vom Nationalsozialismus verursachten Vermögensverlusten umzugehen ist, ist kontrovers. Von Julien Reitzenstein 30.1.2024
Furchtbarer Umgang mit jüdischem Erbe Die Spur der Steine Auch noch nach 1945 wurden Synagogen zweckentfremdet und das jüdische Erbe geschändet. Peter Seiberts herausragendes Buch „Demontage der Erinnerung“. Von Wilfried Weinke 22.1.2024
Jüdisch sein nach dem 7. Oktober Das verdrängte Erbe Essay von Lea Streisand Das Judentum meiner Familie war ein von außen aufgedrückter Stempel. Meine Vorfahren bauten die DDR mit auf. Der 7. Oktober hat alles verändert. 24.12.2023