Die Militärregierung in Khartoum lobt den „weichen Ton“ der USA nach den Anschlägen von New York. Sie hofft, diesmal nicht wie vor drei Jahren Opfer von US-Gegenschlägen zu werden. Mit Ussama Bin Laden will sie nichts mehr zu tun haben
US-Sonderbeauftragter Johnston spricht nach historischen Gesprächen in Khartoum von „Durchbruch“. Washington rückt allmählich von Südsudans Rebellen ab
Rechtzeitig zum zehnten Jahrestag ihres Putsches wird Sudans Militärregierung hoffähig. Der Ölexport mit ausländischen Partnern beginnt, die Annäherung an den Westen macht Fortschritte ■ Von Dominic Johnson
■ Die Regierung in Ankara fordert die Auslieferung von PKK-Chef Öcalan. Ägyptens Präsident Mubarak versucht zu vermitteln. Israels Verteidigungsminister geht auf Distanz
■ „New York Times“: Für den Militärschlag gegen die angebliche Chemiefabrik im Sudan gab es keine schlüssigen Beweise. Eine UNO-Untersuchung wird weiter im Sicherheitsrat blockiert
■ Deutscher Botschafter widerspricht der US-Regierung. Sein Bericht wird in Bonn unter Verschluß gehalten. Angriffe im Sudan und in Afghanistan waren angeblich bereits lange geplant
Augenschein in der von US-Raketen zerstörten Arzneimittelfabrik „Al-Chifaa“ im Sudan: Der Angriff traf wohl keine Chemiewaffenschmiede, dafür aber stärkte er propagandistisch die Militärregierung ■ Aus Khartum Ilona Eveleens
■ Washington verfügt komplettes Wirtschaftsembargo wegen schlechter Menschenrechtslage. Zudem soll das neue Interesse internationaler Konzerne an Sudans Erdöl gedämpft werden