Es ist erschreckend: An allen Brennpunkten der Weltpolitik ist derzeit lähmender Stillstand – weil die zwei mächtige Länder mit sich selbst beschäftigt sind.
Über die Motive für das Schmähvideo und die Mohammed-Karikaturen lässt sich spekulieren. Die Empörung darüber teilen die meisten Muslime jedenfalls nicht.
EIN JAHR REVOLUTION – ACHT SONDERSEITEN Islamisten gewinnen bei den ersten Wahlen, Armeechefs klammern sich an ihre Posten – was ist übrig von der Aufbruchstimmung der arabischen Rebellinnen im Frühling 2011? „Ich wünsche mir, dass die Frauen aggressiver werden“, sagt die Ägypterin Hoda Salah. In der sonntaz sprechen Frauen aus Libyen, Jemen, Tunesien, Algerien, Syrien und Saudi-Arabien über Quoten, Scharia und Nacktfotos SEITE 13–20
Die Islamisten von der Ennahda-Partei sind keine Taliban, sondern eine relativ moderate islamistische Bewegung. Die Unkenrufe aus dem Westen sind zynisch.
Die Ära Gaddafi ist unwiderruflich beendet, doch es ist ungewiss, wie es mit Libyen weitergeht. Dem Westen, der sich gern als "Befreier" feiern lässt, scheint das egal zu sein.
Woher wir kommen, wohin wir gehen: Das heimliche Hauptthema der Romane sowie Analysen zu Fukushima, Arabischem Frühling und die Hintergründe der Bankenkrise: 16 Seiten Literaturbeilage zur Frankfurter Buchmesse
Zur finalen "Schlacht um Tripolis" muss es nicht kommen. Gaddafi hat jetzt seine vermutlich letzte Chance, einmal etwas Richtiges zu tun: abzutreten oder das Land zu verlassen.
Die Geburt der neuen arabischen Welt ist eine schwierige. Doch dank der Menschen auf dem Tahrir-Platz werden sich die Uhren nicht mehr zurückdrehen lassen.
Die herrschende Baath-Partei unter Präsident Baschar al-Assad ist zu einer parasitären, korrupten Clique geworden, die der Jugend die Zukunft raubt und dem Alter die Würde.