Geschlossenheit ist das neue rote Zauberwort. Also versucht die Führungsspitze der Südwest-SPD, den Landesverband programmatisch rundgelutscht wie ein Kirschbonbon zu präsentieren. Immer in der Hoffnung, dass Erfolg ausreichend sexy macht. Eine riskante Strategie.
In Berlin arbeiten Grüne und Liberale an stabilen Gemeinsamkeiten, damit es was wird mit der Ampel. In Stuttgart will die FDP mit umweltpolitischer Fundamentalkritik punkten. Am neuen Klimaschutzgesetz zeigt sich, wie steinig der Weg in eine gemeinsame Bundesregierung noch sein wird.
Die Atomkraft in Deutschland ist tot und begraben. Wer ihre Wiederauferstehung fordert, der stört die Totenruhe. Das ist nicht hinnehmbar. Eine Glosse.
Der eigene Favorit blamiert sich, die Verankerung des Landesverbands in der Parteispitze lässt zu wünschen übrig, der neue Bundesvorsitzende Armin Laschet verspricht gerade mal „ein wenig Rückendeckung“ im laufenden Wahlkampf. Der Südwest-CDU stehen schwierige Wochen bevor.
Die Koalition in Berlin ringt weiter um das Klimapaket. Kanzlerin Angela Merkel wird ungeduldig und mahnt den Willen zu einem „wirklichen Kraftakt“ an.