Neuer Roman von Elias Hirschl Die schweigende Sekte vor deiner Haustür Die Verschriftlichung der Verschriftlichung der Verschriftlichung: Elias Hirschls Roman „Schleifen“ ist eine humorvolle Tour de Force durch die Sprachphilosophie. Von Fokke Joel 22.4.2026
Literaturkritik von Denis Scheck Die Kunst des Verrisses In der Debatte über Denis Scheck und seine gefürchtete Mülltonne steht einiges auf dem Spiel. Vor allem: das Recht darauf, die Sau rauszulassen. Von Julia Hubernagel 17.4.2026
Roman über postapokalyptisches Berlin Neustart auf Nektar II In dem Zukunftsroman „Der Gräber“ ist die Welt weitgehend zerstört. Durch das postapokalyptische Berlin geistern alte Bekannte aus Otrembas Erzählungen. Von Uwe Schütte 16.4.2026
Roman von Kae Tempest Vom Glück, ein Mann zu sein „Ein Leben lang gesucht“ erzählt von einer dysfunktionalen Familie, einer großen Liebe – und dem Gefängnis, das der Körper sein kann. Von Sophia Merwald 16.4.2026
Herzmuschelbänke Thomas Hettches Roman „Liebe“ ist mit allen Wassern des Erzählens, der Philosophie und der Sehnsucht gewaschen und betreibt ein raffiniertes Spiel mit Dingen, die nicht zu beschreiben sind Von Helmut Böttiger Ausgabe vom 4.4.2026, Seite 43, literatur Download (PDF)
Nichts als die Wolken Erzählungen über die Verstrickungen und Ambivalenzen in einer Diktatur: „Waldohreule“ von Ádám Bodor Von Fokke Joel Ausgabe vom 28.3.2026, Seite 43, literatur Download (PDF)
Roman „Toxibaby“ von Dana von Suffrin Sie spielt mit dem Klischee, dass es eine Freude ist Herzchen und Toxibaby lieben und hassen sich: Der dritte Roman der Schriftstellerin Dana von Suffrin verschränkt amourösen und politischen Wahnwitz miteinander. Von Carsten Otte 14.3.2026
Journalist Ronen Steinke in Leipzig Seine Klinge auch an widrigen Gedanken wetzen Auf der Leipziger Buchmesse spricht Ronen Steinke über sein Buch „Meinungsfreiheit“. Der Journalist sieht eine gefährliche Machtverschiebung am Werk. Von Ella Rendtorff 20.3.2026
Gespräche auf der Leipziger Buchmesse Alle gegen Weimer Gegen den Kulturstaatsminister können sich in Leipzig alle in Rage reden. Die Buchbranche versichert sich ihres zivilgesellschaftlichen Engagements. Von Dirk Knipphals 20.3.2026
Rundgang über die Leipziger Buchmesse Weimer als Symptom Michal Hvorecký sieht slowakische Verhältnisse in Deutschland, Carla Hinrichs glaubt nicht an Ausrutscher, Maxim Znak liest 1.596 Bücher. Ein Rundgang über die Buchmesse. Von Jens Uthoff 20.3.2026
Neuer Roman „GPS“ Lost in Google Maps Im Thriller „GPS“ verschwindet auf rätselhafte Weise eine Freundin. Autorin Lucie Rico nutzt eine seltene Erzählweise und vermischt Reales und Irreales. Von Katharina Granzin 17.4.2026
Neuer Roman von Helene Bukowski Der letzte Akkord einer begabten Pianistin „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ heißt der neue Roman von Helene Bukowski. Darin erzählt sie von den Freuden an der Musik und dem Drill des staatlichen DDR-Fördersystems. Von Carola Ebeling 17.3.2026
Aktivismus im Krieg „Wir schauen auf unser Ziel, nicht auf unsere Unterschiede“ Angela Scharf und Lana Alsharif arbeiten als Friedensaktivistinnen in Israel und Palästina zusammen. Wie gelingt ihnen das nach allem, was war? Interview von Dinah Riese 8.3.2026
Debütroman von Son Lewandowski Vom Glauben an den Schmerz und die Disziplin Son Lewandowski erzählt von weiblichen Körpern unter extremen Bedingungen. „Die Routinen“ handelt vom Kunstturnen und der Selbstoptimierung. Von Sophia Zessnik 27.2.2026
Dokumentarfilm über Brücken Sind so schlanke Pfeiler James Benning widmet sich in „Eight Bridges“ (Forum) den Brücken seiner Heimat. Er tut das so gründlich wie zärtlich und schärft dabei die Sinne. Von Nina Apin 20.2.2026
Film „The Education of Jane Cumming“ Frauen vor dem Fall In „The Education of Jane Cumming“ rekonstruiert Sophie Heldman die Vorgeschichte eines Verleumdungsprozesses. All das wird empathisch erzählt. Von Arabella Wintermayr 20.2.2026
Spielfilm „The Day She Returns“ Sie hätte jetzt wirklich gern ein Bier „The Day She Returns“ von Hong Sang-soo zeigt ein Interview in mehreren Variationen. Mit einfachen Mitteln entsteht etwas Komplexes. Von Tim Caspar Boehme 20.2.2026
„Der Heimatlose“ auf der Berlinale Mit wenig Mitteln viel erreichen Das Spielfilmdebüt „Der Heimatlose“ von Kai Stänicke eröffnet die Reihe Perspectives. Seine Inselallegorie setzt erfolgreich auf Künstlichkeit. Von Michael Meyns 13.2.2026
Berlinale Wettbewerbsfilm Das Autoritäre und sein sicherer Applaus In „Gelbe Briefe“ exerziert İlker Çatak die Logik staatlicher Repression am Beispiel eines türkischen Künstlerpaars durch. Drängende Fragen stellt der Film zu spät. Von Arabella Wintermayr 13.2.2026