Eine geschickt lancierte „8-Milliarden-Sparliste“ erregt tout Berlin. Die SPD sagt, es handele sich um ein „Papier unter vielen“, die CDU wittert „Wahlbetrug“. Fakt ist: Ums Sparen kommt Berlin nicht rum
Manfred Claudi, Direktor der Lina-Morgenstern-Gesamtschule in Kreuzberg, sieht Einsparmöglichkeiten in der Schule – aber nicht nach dem Gießkannenprinzip. Von der Politik fühlt er sich hintergangen, von deren Sparideen hält er nichts
Der rot-grüne Übergangssenat will in diesem Jahr noch einmal rund 135 Millionen Mark sparen. Die CDU spricht von Wählertäuschung, die PDS bleibt gelassen. Viele Vorschläge seien eine Luftbuchung
Weil Rot-Grün den versprochenen Kassensturz angeblich verweigert, rechnet die CDU Berlins Defizit selbst aus. Spitzenkandidat Steffel hat dafür allerdings keine Zeit. Haushaltsexperte sagt, wenn jetzt mit Sparen begonnen wird, zahlt es sich 2030 aus
Das Finanzdesaster bei der Bankgesellschaft und der Ausfall von Steuereinnahmen belasten den Haushalt. Bis 2004 müssen noch 2,3 Milliarden Mark eingespart werden
Parteitag der SPD soll beschließen: Koalition nur noch ohne Landowsky. Es gibt zwar kein Ultimatum, Parteichef Strieder will aber mit dem CDU-Fraktionschef nicht über Nachtragshaushalt verhandeln. Der soll bis 31. Mai stehen