Zehn Jahre nach dem Umweltgipfel von Rio zieht der Bericht „Umsetzung der Agenda 21“ Bilanz. Kofi Annan sieht weder große Fortschritte beim Umweltschutz noch bei der Armutsbekämpfung
Grüne wollen Mobiltelefone mit Warnhinweis für Kinder versehen. Strahlungswerte der Sendemasten sollen gesenkt werden. Strahlungsstarke Handys sollen vom Markt verschwinden
■ Grüne Realos wollen mit der Wirtschaft zu „Innovationsbündnissen“ fusionieren. Industrie ist vorsichtig optimistisch: Lasst den Worten Taten folgen! Fundis sehen das anders, Trittins Sprecher sieht nichts Neues
■ Statistisches Bundesamt stellt „Umweltökonomische Gesamtrechnung“ vor. Technischer Fortschritt hat die Produktivität der Arbeitskraft verdreifacht, die Effizienz der Ressourcennutzung erhöhte sich aber nur um ein Drittel
■ New York war ein Gipfel der Ernüchterung: Die Teilnehmerstaaten fielen hinter die Vereinbarung von Rio vor fünf Jahren zurück. Von einem Aufbruch war nichts mehr zu spüren, es dominierte das kleinmütige Gefeilsche
■ Die Klagen von sechs Kommunen gegen das umstrittene Braunkohletagebau-Projekt scheitern vor dem Landesverfassungsgericht Münster. Nordrhein-Westfalens rot-grüne Koalition steht vor der nächsten Zerreißprobe
■ Über 1,3 Millionen Menschen sollen für den Bau des Kraftwerks am Jangtse vertrieben werden. Die Regierung sichert die Beteiligung deutscher Konzerne ab. Der Bundestag wurde vor vollendete Tatsachen gestellt
■ Studie: Neue Großbranche ist so bedeutend wie die Autoindustrie. Beschäftigung ist trotz Wirtschaftskrise stabil. Bonner Umweltpolitik gibt allerdings kaum noch Impulse