: Armut in der Deutschen Oper
Den Spielbetrieb seines Hauses hält der Generalintendant der Deutschen Oper Berlin, Götz Friedrich, für gefährdet, wenn der Berliner Senat nicht 1,3 Millionen für künstlerische Kosten freigibt. Sollte das Geld nicht bewilligt werden, drohe womöglich schon Mitte November die Einstellung des Spielbetriebes. Da so eine Drohung im Allgemeinen ihre Wirkung nicht verfehlt, plant der Intendant unverdrossen weiter: Im Sommer bzw. Herbst Siegfried Matthus' Desdemona und ihre Schwestern (zusammen mit den Schwetzinger Festspielen und der Komischen Oper) und Aribert Reimanns Das Schloß. Ihre guten Seiten hat die Armut in diesem Fall auch: Durch die Sperrung 600.000 DM sogenannter Sachmittel mußte die für November geplante Neuinszenierung von Mozarts Don Giovanni durch Robert Wilson gekippt werden, und ein für 1993 geplantes Wilson-Projekt wird dann vermutlich zumindest nicht Mozart treffen. taz
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