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Matcha zubereiten ist eine Andacht

Fotos: aiya

Wer es noch nicht wusste: Matcha ist kein Modegetränk, Matcha ist Philosophie. Entschleunigung und Kontemplation verwandeln sich beim Matchatrinken in Genuss. Vorausgesetzt, man führt sich echten, grünen Matcha zu und keine bräunliche B-Ware, wie sie modebedingt nun manchen Kaltgetränken oder Eiscreme beigemischt wird. Mehr als eine Farbnuance ins Schmuddelige und einen erdigen Hauch Bitterkeit hinterlässt das oft nicht.

Matcha ist Grüntee, bei dem die zu Staub zermahlenen Blätter mitgetrunken werden. Da versteht es sich, dass beste Qualität ein Vorteil ist. Das Pulver ist so fein, dass das Anrühren mehr als Andacht denn als Zubereitung daherkommt.

Die japanische Firma Aiya (aiya-europe.com), die seit 130 Jahren Matcha herstellt, bietet nun für alle Matcha-Novizen und -Novizinnen ein schönes Einstiegsset an mit Bambuslöffel zum Abmessen und Bambusbesen zum Verrühren. In der Tat, als Einführung ist das toll; so lernt man, die Zubereitung zu zelebrieren. Ich behaupte: der Tee schmeckt besser dadurch. Verschenktauglich ist das Set auch – wobei der Preis, 44 Euro, happig ist. Waltraud Schwab