: Aprilwetter in Berlin
Heraus mit Regenschirm und Gummistiefeln! April, April, der macht was er will. Alle Träume vom Straßencafé oder dem Picknick am Wannsee sind erst einmal ins Wasser gefallen. Es regnet, regnet und regnet. Am vergangenen Dienstag hat es sogar rekordverdächtig geschüttet: In 24 Stunden fielen 32 Liter Wasser pro Quadratmeter, das sind immerhin drei volle Zehn-Liter-Eimer. Noch nie wurde im Wetteramt Berlin, das seit 1947 in Tempelhof mißt, so viel Regen an einem Apriltag registriert. Bisheriger Spitzenwert, so der Meteorologe vom Dienst, Rüdiger Bach, waren 29,7 Liter pro Quadratmeter am 16. April 1950.
Überhaupt ist dieser April extrem naß. Erfahrungsgemäß sind 40 Liter pro Quadratmeter im Monat normal, schon jetzt ist dieser Wert um 25 Liter überschritten. Rein statistisch müßte der Rest des Monats also strohtrocken werden. Aber weit gefehlt: „Bis zum Donnerstag nächster Woche deutet sich keine durchgreifende Änderung an“, so Bach. Zwar soll es heute und morgen nicht regnen, aber „schon am Sonntag wird es wieder naß“, so seine Prognose.
Ein kleiner Trost: Ein Dauerregen wie in den letzten Tagen ist nicht mehr zu erwarten. Und auch auf etwas freundlichere Temperaturen kann man sich einstellen. Bisher ist der April um durchschnittlich zwei Grad zu kalt. Doch schon heute soll die Quecksilbersäule auf sage und schreibe 14 Grad steigen, und höhere Temperaturen seien bis nächste Woche nicht zu erwarten. Kommentar von Meteorologe Bach: „Wenn man was aussagen soll über diesen April, kann man sagen, daß er sich wie in jedem Jahr als unbeständiger Monat erweist.“
Doch allen Vorhersagen zum Trotz: Ein nasser April verspricht einen schönen Mai, so lautet eine alte Bauernregel. gam; Foto: Rolf Walter/XPress
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