Anschlag auf afghanischen Ex-Präsident: Rabbani durch Bombe getötet
Der frühere afghanische Präsident Burhanuddin Rabbani ist am Dienstag bei einem Bombenanschlag in seiner Wohnung in Kabul getötet worden. Dort führte er Friedensgespräche mit zwei Taliban.
KABUL afp/dpa | Der ehemalige afghanische Präsident Burhanuddin Rabbani ist am Dienstag bei einem Selbstmordanschlag in Kabul getötet worden. Das teilte ein Mitglied von Rabbanis Entourage mit.
Laut der britischen BBC fand der Anschlag in seiner Wohnung statt. Dort soll er sich zur Zeit des Anschlags mit zwei Vertretern der Taliban getroffen haben, meldete der Sender.
Der frühere Präsident führte im Auftrag der afghanischen Regierung Friedensgespräche mit den aufständischen Taliban. Rabbanis Haus befindet sich in der Nähe der US-Botschaft im Zentrum der afghanischen Hauptstadt.
Wie ein AFP-Korrespondent berichtete, wurden die umliegenden Straßen des Diplomatenviertels nach der heftigen Explosion abgesperrt, ein Krankenwagen war vor Ort.
In der vergangenen Woche hatten Aufständische einen Großangriff auf das streng bewachte Diplomatenviertel in Kabul verübt. Bei dem rund 19 Stunden dauernden koordinierten Angriff in der Nähe der US-Botschaft in Kabul waren am Dienstag und Mittwoch mindestens 14 Afghanen, darunter drei Kinder, getötet worden.
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