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Anklage im Kaindl-Mord

Gut zwei Jahre nach der Ermordung des Berliner Rechtsextremisten Gerhard Kaindl hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen vier Tatverdächtige erhoben. Sie sollen mit bis zu zehn weiteren Personen an dem Anschlag vom 4. April 1992 beteiligt gewesen sein, teilte Justizsprecherin Uta Fölster gestern mit. Dabei war Kaindl erstochen und ein weiterer Mann schwer verletzt worden. Die vier Angeschuldigten – alles Türken im Alter von 22 bis 33 Jahren – stammen laut Anklage aus der linksextremen Szene. Der 47jährige Kaindl war Mitglied der rechtsextremen Partei „Deutsche Liga für Volk und Heimat“. Zusammen mit sechs weiteren Personen, darunter dem früheren Landesvorsitzenden der „Republikaner“, Carsten Pagel, hatte er sich in einem chinesischen Restaurant in Kreuzberg getroffen. Die Polizei ermittelt insgesamt gegen elf Personen. Davon seien sechs Personen noch flüchtig, sagte ein Sprecher. Gegen alle elf Verdächtigen waren Haftbefehle wegen gemeinschaftlichen Mordes ausgestellt worden. Eine Entscheidung über die Eröffnung des Hauptverfahrens steht noch aus.

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