Angriff auf Antifa-Haus in Griechenland

Neonazis stürmen Selbsthilfe-Zentrum

Mitglieder der rechten Partei „Goldene Morgenröte“ haben offenbar ein Antifa-Zentrum in Piräus überfallen. Fünf Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer.

Eine Person steht mit einer Angel am Meer

Sonst ganz friedlich: Angler am Meer in Piräus (Archivbild) Foto: ap

ATHEN afp | Bei einem Angriff auf ein Antifa-Zentrum in der griechischen Hafenstadt Piräus sind am Sonntag fünf Menschen verletzt worden. Nach Polizeiangaben stürmten acht mutmaßliche Mitglieder der Neonazi-Partei Goldene Morgenröte die Einrichtung mit Eisenstangen und Fackeln. Zwei Menschen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Das Antifa-Zentrum Favela Frei Sozial teilte im Online-Netzwerk Facebook mit, es sei am Nachmittag zu Beginn seines wöchentlichen Treffens von Mitgliedern der Goldenen Morgenröte attackiert worden. Unter den Verletzten war nach Angaben aus Polizeikreisen eine Frau mit Verbindungen zu dem 2013 ermordeten antifaschistischen Rapper Pavlos Fyssas. Der Rapper war von einem Mitglied der rechtsextremen Partei erstochen worden.

Insgesamt stehen derzeit 70 Abgeordnete und führende Vertreter der Partei Goldene Morgenröte vor Gericht, unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung im Zusammenhang mit dem tödlichen Angriff auf den Rapper Fyssas. Die Neonazi-Partei stellt die viertgrößte Fraktion im griechischen Parlament.

Das Favela-Zentrum war bereits im vergangenen August angegriffen worden. Nach Angaben örtlicher Medien wurden damals vier Menschen von der Antiterroreinheit festgenommen.

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Seit 2010 ist die Schuldenkrise in Athen unübersehbar. Nach mehreren Regierungwechseln ist nun Syriza-Politiker Alexis Tsipras an der Macht.

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