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Angekündigte Besetzung

■ Muskauerstraße 27 soll gestern nacht besetzt worden sein Besetzer gaben schon vorher eine Presseerklärung heraus

Das Hinterhaus der Muskauer Straße 27 sollte gestern nacht gegen 22 Uhr besetzt werden. Dies kündigten am Mittwoch mehrere voraussichtliche Besetzer gegenüber der taz an. Ob das Haus tatsächlich okkupiert worden ist, stand bei Redaktionsschluß noch nicht fest. In einer Presseerklärung, die die Besetzer vorab der taz zuspielten, heißt es dazu: „Nach unseren Informationen wird das in Privateigentum liegende Haus, das eindeutig ausgewiesene Wohnfläche ist, gewerblich und somit spekulativ zweckentfremdet. Wir fordern eine Vermietung der Wohnfläche an uns, um ein auf Selbsthilfe basierendes Wohnprojekt zu ermöglichen.“

In der Muskauer Straße 27 sollten nach Plänen des Hausverwalters und des Maklers Oliver Petereit ab September 1988 Wohnungen für polnische Aussiedler entstehen. Auf 115 Quadratmetern sollten allein im Dachgeschoß zwischen 14 und 17 Leute wohnen.

Der ehemalige Baustadtrat von Kreuzberg, Orlowsky, ließ bei Bekanntwerden dieser Pläne eine Nutzungsuntersagung aussprechen: „Die vorgesehene gewerbliche Zimmervermietung ist eindeutig ein Verstoß gegen das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum. Inzwischen hat das Haus nach Aussage der vermeintlichen Besetzer den Besitzer gewechselt. „Ein konkretes Konzept zur Nutzung der Wohnflächen als Wohnraum wird vom Privateigentümer nicht in Betracht gezogen“, erklärten die Besetzer.

Th.D.

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