: Amtskirche gegen Radio Maryja
WARSCHAU taz ■ Einem der berüchtigsten rechtsextremistischen Radiosender im östlichen Europa geht es nun wirtschaftlich an den Kragen. Die katholische Kirche in Polen will die religiöse Station Radio Maryja ab dem 1. Oktober nicht länger in ihren Räumlichkeiten dulden. Damit verliert die radiophone Postille der polnischen Rechtsextremen um die Partei „Liga polnische Familie“ in den meisten Diözesen eines ihrer wichtigsten wirtschaftlichen Standbeine. Radio Maryja nutzte bislang die offiziellen Strukturen der Kirche – von Pfarrgebäuden bis Wallfahrtsveranstaltungen – um ihre Propaganda zu verbreiten. Die Radiostation auf der landesweiten Frequenz (meist 90.60 MHz) steht für Xenophobie, Antisemitismus und EU-Feindlichkeit – zum Ärger der Amtskirche. HOF
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