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Amis gegen Schwule

In bleibender Erinnerung wird rund 30 Schwulen und Lesben aus der ganzen Welt ihr Aufenthalt in der Kulturhauptstadt Europas, West-Berlin, bleiben: Als sie mit rund dreißig Personen am vergangenen Dienstag abend über das Jahrmarktgelände des „Deutsch-Amerikanischen Volksfestes“ flanierten, wurden sie nach einer Viertelstunde von US -Militärpolizisten vom Gelände getrieben. Begründung: Keine.

Die BesucherInnen waren zum Teil Arm in Arm und händchenhaltend über den Rummel gelaufen. Solche Freizeitgestaltung paßte den amerikanischen Veranstaltern offenbar nicht ins Konzept: Mit Hilfe von etwa 30 deutschen Polizeikollegen wurden die Gäste vor die Tore geschubst und anschließend zu einer U-Bahnstation „begleitet“. Auf der U -Bahnstation mußten sich die Schwulen und Lesben dann gleichmäßig auf dem Bahnsteig verteilen, weil alles andere ja eine Demonstration hätte sein können. Die Vertreibung vom Gelände brauche man wegen des Hausrechts der Amerikaner nicht zu begründen, erklärten die Beamten noch am Dienstag abend. Gestern hieß es dann, die Schwulen wären betrunken gewesen.

ccm