: Alte Ökonomie übernimmt neue
PARIS/NEW YORK dpa ■ Die Übernahmegespräche zwischen dem französischen Telekommunikations-Ausrüster Alcatel und seinem US-Konkurrenten Lucent stehen kurz vor der Entscheidung. Brancheninformationen zufolge wurde gestern über letzte Details verhandelt. Alcatel will offenbar rund 23,5 Milliarden US-Dollar für die Übernahme auf den Tisch legen. Dafür sollen Alcatel-Aktionäre nach einem Bericht des Wall Street Journal zu 58 Prozent an der neuen Gesellschaft beteiligt werden. Der Gesamtwert der Lucent-Aktien ist seit 1999 von 285 Milliarden Dollar auf rund 32 Milliarden Dollar geschrumpft.
Mit dem Zusammenschluss würde eines der größten Unternehmen der Telekommunikationsbranche mit rund 230.000 Beschäftigten sowie einer starken Stellung in den USA und Europa entstehen. Analysten sagen jedoch, Lucent müsse rund 20.000 Arbeitsplätze abbauen, um rentabel zu werden. Bislang wolle es nur 10.000 seiner 100.000 Jobs abbauen. Das sei für Alcatel „ein großes Risiko“.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen