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Alles nur Mißverständnisse?

■ Betr. „Zwerge und Stadtmusikanten im Märchen-Paris, 21.5

Ich möchte auf fehlerhafte Auslegung der Sachlagen in dem Artikel hinweisen, die zu Mißverständnissen führen könnten. Zudem will ich mich von mehreren Aussagen der Schüler vom Kippenberg-Gymnasium distanzieren. Mit der unglücklichen Wortwahl und dem schlechten Schreibstil der Reporterin Beate Ramm kann ich mich auch nicht einverstanden erklären. Übrigens sehr verwunderlich, da die Dame doch fast kostenlos mit in Paris war. In ihrem Artikel wurde die Klasse 10 S in mehreren Situationen durch ihre Auslegung in den Hintergrund gedrängt. Ich bitte Sie zu bedenken, daß nicht nur die „Kippenberger“ nach Paris gefahren sind! Der Meinung einer Schülerin vom Kippenberg, daß es beim Empfang im Rathaus sehr anonym zuging, kann ich mich nicht anschließen. Ich hatte keineswegs den Eindruck, daß Jaques Chirac mich durch Prunk und Geld beeindrucken wollte. Mit dem Zitat, daß zu viele Jugendliche dabei waren, will ich mich auch nicht identifizieren. Demjenigen, dem es zu viele waren, hätte ja zu Hause bleiben können. Zum Thema „gepflegte Feindschaften zwischen Schülern aus Bremen in Paris“: Demjenigen, der Feindschaften zwischen den Bremer Schulklassen aus Bremen in Paris festgestellt hat, muß mit einem sehr feinfühligen, sensiblen Menschen, der das Gras wachsen hört, auf eine Ebene gesetzt werden. Von Seiten der Otto-Braun-Schüler kam es zu keinen Konflikten. Nachdem Sie sich fast eine Spalte lang mit den Ansichten der „Kippenberger“ beschäftigt hatten, bauten Sie den nächsten Fehler ein. Die Bremer Stadtmusikanten aus dem Märchen sollten zwar aus der DDR kommen, doch sollte der Name nicht direkt (namentlich) erwähnt werden. Die Grundstruktur stand schon lange fest, als der neue DDR-Schüler für ein paar Wochen zu uns kam und übrigens zu dem Kippenberg-Gymnasium übergelaufen ist. Daß das Ziel der Begegnung mißglückt ist, kann von mir nicht bestätigt werden. Daß die französischen Texte, genauer gesagt, die Übersetzung ins Französische, der 10 S aus den Händen geglitten ist, ist eine Lüge. Durch die lockere Schreibweise in bezug auf die Zitate der Klasse 10 S entstand der Eindruck, daß nur die Kippenberger ordentlich deutsch sprechen können, und daß die 10 S aus lauter Proleten zusammengesetzt ist. Michael Schmit

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