■ Alles anders?: Kurdenmord ungeklärt
Dülmen (dpa) – Die Mörder des 41jährigen Kurden, der vor knapp zwei Wochen in Dülmen im Münsterland ums Leben kam, waren nach Auffassung der Behörden keine Rechtsextremisten. „Eine ausländerfeindliche Tat schließen wir zur Zeit aus“, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer. Als Motive kämen vielmehr Streitigkeiten im familiären Umfeld, eine allgemeine kriminelle Tat oder eine Auseinandersetzung zwischen Kurden in Betracht. Ein Neffe des Getöteten habe die Tat gegenüber einem Fernsehsender als einen Racheakt der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) dargestellt, sagte der Oberstaatsanwalt. Der 41jährige soll Mitglied einer Kurdengruppe gewesen sein, die wegen ihrer ablehnenden Haltung zur Gewalt mit der PKK in Konflikt gekommen war.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen