Akten über US-Pädokriminellen : Bringen die Epstein-Files Donald Trump zu Fall?
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Die neuen Veröffentlichungen über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein werfen neue Fragen auf – auch über den US-Präsidenten. Was sagen uns die Akten?
Über drei Millionen Seiten Text, tausende Videos und zehntausende Fotos aus den Akten über Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat das US-Justizministerium seit letzter Woche veröffentlicht. Der Geschäftsmann, Investmentbanker und Vermögensverwalter hatte über Jahre hinweg einen Missbrauchs- und Menschenhandelsring betrieben, dem auch Minderjährige zum Opfer fielen. 2019 starb er in Untersuchungshaft, offiziellen Angaben nach durch Suizid.
Neben weiteren Details über bereits bekannte Namen enthüllen die nun veröffentlichten Files viel Widerwärtiges aus Epsteins Karriere und aus dem Mailverkehr mit seinen Kontakten. Konkrete Beweise für weitere Straftaten wurden bislang hingegen nicht gefunden.
Für US-Präsident Donald Trump könnten die Akten dennoch gefährlich werden. Denn nicht nur Elon Musk und Microsoft-Gründer Bill Gates sind darin vertreten, auch Trumps Name kommt über tausend Mal vor. Der US-Präsident hatte sich lange vor der Veröffentlichung gesperrt. Genau das könnte ihn die Unterstützung seiner MAGA-Bewegung kosten.
Denn vor seiner Wahl hatte der Republikaner noch behauptet, die Demokraten würden die Files geheim halten, und selbst Verschwörungserzählungen über Epsteins Selbstmord, geheime Klientenlisten und elitäre Pädophilenringe befeuert. Während die sozialen Medien vor Spekulationen und Falschmeldungen überkochen, werfen die neuen Dokumente vor allem neue Fragen auf.
Was läuft falsch bei der Aufarbeitung des Skandals um Jeffrey Epstein? Werden Trumps Verschwörungsmythen ihm selbst zum Verhängnis? Und was sagen uns die veröffentlichten Akten überhaupt?
Darüber spricht taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer mit USA-Korrespondent Hansjürgen Mai, der für die taz aus Washington berichtet, in der neuen Folge der Fernverbindung.
Diese Folge wurde aufgezeichnet am 4. Februar 2026 um 16.30 Uhr Mitteleuropäischer Zeit.
Fernverbindung – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
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