: Acrylamid – keine Panik
HAMBURG taz ■ Der als Krebs erregend geltende Stoff Acrylamid ist nach einem Bericht der Zeitschrift Focus möglicherweise weniger gefährlich als bislang angenommen. In einer ersten Analyse sei der Lebensmittelchemiker Gerhard Eisenbrand von der Universität Kaiserslautern zu dem Schluss gekommen: „Bisherige Tierversuche geben Grund zu der Annahme, dass es sich um einen Stoff mit nur schwach Krebs erzeugendem und Erbgut veränderndem Potenzial handelt.“ Acrylamid entsteht bei starkem Erhitzen von stärkehaltigen Nahrungsmitteln und wurde unter anderem in Pommes frites, Bratkartoffeln oder Plätzchen gefunden. Die Aufnahme von Schadstoffen dieser Art solle trotzdem auf das „geringstmögliche Maß“ gemindert werden, sagte Eisenbrand. Er ist Mitglied im Beirat für Ernährungspolitik, den Bundesverbraucherministerin Künast berufen hatte.
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