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Abzug aus Angola

Südafrikas Bergbaugigant De Beers stellt sämtliche Aktivitäten ein und macht Israelis Platz

BERLIN taz ■ Der südafrikanische Diamantenkonzern De Beers hat gestern sämtliche Aktivitäten in Angola mit sofortiger Wirkung eingestellt. Grund sei das Scheitern von Verhandlungen über eine Neuauflage der Partnerschaft mit Angolas staatlicher Diamantenfirma Endiama, erklärte der Konzern. Seit 1990 arbeiten De Beers und Endiama zusammen; der Vertrag darüber lief im Februar 2000 aus und konnte bisher nicht erneuert werden. Der Rückzug von De Beers bedeutet, dass nunmehr die israelische Leviev-Gruppe sämtliche angolanischen Diamanten vermarkten wird. Angolas Regierung versucht derzeit, sich als Diamantenexporteur zu etablieren, nachdem die UNO die angolanischen Unita-Rebellen 1998 mit Sanktionen wegen deren Diamantenhandel belegte. Zwischen 1999 und 2000 verdreifachte sich die Diamantenförderung von Angolas Regierung auf einen Wert von 600 Millionen Dollar. D.J.

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