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Abschied von Palästina

■ Grüne Parlamentarierdelegation zu Gast bei Jassir Arafat im Gaza-Streifen

Gaza/Tel Aviv (dpa/taz) – Mit einem Besuch bei dem Chef der palästinensischen Selbstverwaltung, Jassir Arafat, in Gaza endete gestern der Besuch einer Bundestagsdelegation von Bündnis 90/Die Grünen in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten. Unter Leitung von Fraktionschef Joschka Fischer erörterten die Abgeordneten mit Arafat seine Sicht des Friedensprozesses zwischen Palästinensern und Israelis. „Er hat ein sehr dunkles Bild der Lage gezeichnet“, sagte Fischer anschließend.

Zuvor hatten die Abgeordneten mit dem Arafat-Kritiker Haidar Abdel Schafi gesprochen. Er warf dem PLO-Chef vor, den Israelis zu weit entgegenzukommen. Notwendig sei als erster Schritt zum Frieden der sofortige Stopp der Siedlungspolitik Israels und die Vorbereitung wirklich demokratischer Wahlen in den palästinensischen Gebieten.

Der Besuch beendete den bisher harmonischsten Besuch von Grünen-Politikern in Israel. Die Besucher hielten sich streng an ein gemeinsam mit den Israelis ausgearbeitetes Protokoll. Um eine Provokation der Israelis zu vermeiden, verzichteten die Grünen darauf, das Ostjerusalamer „Orient- Haus“ zu besuchen. Das Haus bildet den inoffiziellen Sitz der PLO im arabischen Teil der Stadt.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Angelika Köster-Lossack sagte kurz vor ihrer Rückreise gegenüber der taz: „Angesichts der schwierigen Geschichte der Grünen hier war ich bewegt über das Entgegenkommen, die freundschaftliche Aufnahme.“ Das betreffe nicht nur die politischen Freunde der Grünen in Israel, „sondern auch die Vertreter der rechten Oppositionsparteien“. In der Vergangenheit seien die Besuchsgruppen der Grünen geprägt gewesen von „Leuten mit einer antizionistischen Grundhaltung“ und einer „gewissen Ignoranz“. awo

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