piwik no script img

Ab mit dem Schornstein

■ Kraftwerk Moorburg wird abgerissen

Eines der herausragenden Bauwerke in Hamburg wird abgerissen: Das Kraftwerk Moorburg der Hamburgischen Electricitätswerke AG (HEW) soll bis Ende des Jahres stillgelegt werden. Noch ist der 256 Meter hohe Schornstein des Kraftwerks das höchste gemauerte Bauwerk der Stadt. Mit dem Schlot und den beiden 90 Meter hohen Kesselhäusern bestimmt das an der Süder-elbe gelegene Kraftwerk seit 1976 das Stadtbild im Hamburger Südwesten.

Das Bauwerk ist ein typisches Produkt der 70er Jahre, in denen man noch von einem gewaltigen Wirtschaftswachstum ausgegangen war. So verdoppelte sich der Strombedarf damals noch alle sieben Jahre, so die HEW. Außerdem siedelte die Stadt Hamburg in der Nachbarschaft neue Industrien mit hohem Strombedarf an, unter anderem eine Aluminiumhütte und ein Stahlwerk. Nach der Inbetriebnahme des AKW Krümmel 1984 war Moorburg jahrelang eine wenig betriebene, große Leistungsreserve.

Mit einer Leistung von 1000 Megawatt gehörte das Kraftwerk zu den größten konventionellen in Deutschland. Jetzt gilt es wegen seiner Erdgasfeuerung und wegen anstehender Investitionen als zu teuer. Die 65 Beschäftigten sollen auf andere Arbeitsplätze oder in den Ruhestand wechseln. lno

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen