piwik no script img

AKW Unterweser liegt länger still

■ Meiler geht frühestens im September wieder ans Netz

Das Atomkraftwerk Unterweser in Esenshamm bleibt länger außer Betrieb als bisher erwartet. Es werde noch einige Wochen dauern, bis das niedersächsische Umweltministerium den Meiler wieder ans Netz gehen läßt, sagte eine Ministeriumssprecherin am Freitag. Das AKW ist seit einem Störfall am 6. Juni abgeschaltet. Bei der schwersten Panne in der Geschichte des Reaktors hatte sich ein Ventil nicht geöffnet, das den Druckanstieg im Frisch-Dampfsystem im Notfall ausgleichen soll.

Am Freitag ließ sich erstmal die Reaktorsicherheitskommission des Bundesumweltminsteriums in Bonn über die technischen Probleme unterrichten. Es müsse geprüft werden, ob die Panne von Esenshamm Auswirkungen auf andere Atomkraftwerke habe, hieß es in Hannover. Das niedersächsische Umweltministerium will vor einer neuen Betriebsgenehmigung mit weiteren Gutachten vom TÜV Nord und der Gesellschaft für Reaktorsicherheit klären lassen, wer für den eklatanten Störfall verantwortlich ist. Spezialisten aus Kiel sollen dann im Atomkraftwerk prüfen, ob die Anlage wieder hochgefahren werden kann. Die Betreiberfirma Preussen Elektra kennt bisher keinen Termin für den Neustart. „Das liegt in Händen des Umweltminsiteriums“, sagte eine Sprecherin. jof

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen