■ 8.Mai: Polen
Warschau (AFP) – Polens Präsident Lech Walesa hat dem Westen gestern vorgeworfen, sein Land nach dem Zweiten Weltkrieg der sowjetischen Vorherrschaft überlassen zu haben. Heute ließen die westlichen Staaten Polen allein „in einem Vakuum zwischen einem isolationistischen Westeuropa und einem Reich, das versucht, sich wieder neu zu bilden“, kritisierte Walesa bei einer Sondersitzung des polnischen Parlaments zum 50. Jahrestag des Kriegsendes. Es sei noch immer nicht klar, ob der 8. Mai 1945 für die Polen „der Tag des Sieges oder der nationalen Niederlage“ sei. Der Kampf um Souveränität habe in Polen noch ein halbes Jahrhundert lang geführt werden müssen.
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