: 55 Millionen:Flughafen
Teure Sünden sind auch auf dem Gelände des künftigen Single-Airports in Schönefeld gemacht worden. Immerhin 55 Millionen Euro gehen in diesem Jahr an die Flughafen GmbH, im nächsten sind es 45 Millionen Euro. Ein Großteil dieser Gelder fließt in die Kredite, mit denen 1993 das so genannte Baufeld Ost erworben wurde. Dabei handelt es sich um ein Areal, das für den Bau des Großflughafens Schönefeld inzwischen nicht mehr benötigt wird. Die Kosten müssen von den Flughafengesellschaftern Brandenburg, Berlin und dem Bund, geteilt nach deren Anteilen an der Berlin-Brandenburg Flughafenholding (BBF), getragen werden. Demnach entfallen auf Berlin und Brandenburg je 37, auf den Bund 26 Prozent. Die weiteren Gelder aus dem Berliner Landeshaushalt werden für das laufendende Planfeststellungsverfahren und weitere Plan- und Prüfarbeiten verwendet. Die Flughafengesellschafter hoffen, diese Gelder durch die Privatisierung der drei Berliner Flughäfen wieder hereinzubekommen. Die Privatisierung ist allerdings schon mehrfach gescheitert, im Moment verhandeln die Flughafeneigner mit einem Bieterkonsortium um die Immobiliengesellschaft IVG und den Baukonzern Hochtief.
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