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1995 gibt's alte Mode

■ Sommerware nicht verschleudert

Saarbrücken (AP) — Nach den katastrophalen Umsatzeinbußen im Schlußverkauf will der Einzelhandel die liegengebliebene Sommerware nicht um jeden Preis verschleudern. Der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, Hubertus Tessar, widersprach gestern Erwartungen, die Geschäfte würden hochwertige Sommer-Restware zu Tiefstpreisen auf den Markt werfen. Der Handel werde eher versuchen, bestimmte Artikel im nächsten Sommer wieder anzubieten.

Der Handel könne die Restware aber auch an Aufkäufer abgeben, die sie dann entweder über Märkte oder über Länder in der Dritten Welt absetzen würden. Manches Stück werde auch als Spende wohltätigen Zwecken zugeführt. Der Einzelhandel werde auf die unterschiedlichste Weise versuchen, die im Sommer nicht verkauften Waren „aus den Lägern zu bringen“, sagte Tessar.

Wegen der langen Hitzeperiode droht der Branche jetzt auch ein Einbruch beim Herbstgeschäft. Entgegen der üblichen Kaufgewohnheiten lasse sich Herbstware schlecht verkaufen. Normalerweise setze das Interesse der Kundschaft mit dem Sommerschlußverkauf ein. Dies sei diesmal nicht geschehen: „Die Herbstware hat sich wegen der Hitze kaum bewegt.“ Der Rückstand lasse sich nicht mehr aufholen.

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