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14.10.2026 Ein Jahr taz-Seitenwende

Aktuelle Pressemitteilungen der taz

Ein Jahr taz-Seitenwende – so viele Unterstützer*innen wie nie zuvor

Am 17. Oktober 2025 erschien die letzte gedruckte Werktagsausgabe der taz. Mit der sogenannten Seitenwende wagte die taz einen medienhistorischen Schritt und verlegte ihr Erscheinen als erste überregionale Tageszeitung ins Digitale: Montag bis Freitag erscheint sie weiterhin als ePaper, samstags als wochentaz gedruckt und täglich online auf taz.de. Nun, nach einem Jahr, steht fest: Die Seitenwende war ein großer Erfolg. Der taz geht es so gut wie nie zuvor in ihrer Geschichte.

Auch nach einem Jahr kann die taz feststellen, dass 86 Prozent ihrer vormals Print-Leser*innen bei ihnen geblieben sind. Fast 70 Prozent von ihnen sind auf ein Kombiabo aus täglicher digitaler Ausgabe und gedruckter wochentaz umgestiegen, 13 Prozent auf ein reines wochentaz-Abo und knapp 4 Prozent der ehemligen Print-Leser*innen beziehen jetzt ein reines Digitalabo.

Diese Umwandlungsquoten übertreffen selbst die positivsten Prognosen des Medienhauses und liegen weit über den Erfahrungen von anderen Medien, die auf regionaler Ebene im Schnitt lediglich 40 Prozent ihrer Leser*innen halten konnten. Die allermeisten Abonnent*innen der ehemals Printleser*innen der taz zahlen weiterhin den gleichen Preis wie vorher und bestätigen damit, dass sie den Wert des guten, unabhängigen taz-Journalismus schätzen.

Die taz hat die digitale Transformation ohne Stellenabbau geschafft, konnte sogar die weiterhin unter Tarif liegenden Gehälter deutlich erhöhen und strebt das auch in den nächsten Jahren an. Zu der guten finanziellen Lage des Hauses tragen über 50.000 Abonnent*innen bei und fast 52.000 dauerhaft zahlende Leser*innen des freiwilligen Online-Finanzierungsmodells taz zahl ich – Tendenz steigend. Mehr als 26.000 Menschen tragen die taz als Mitglied der Genossenschaft.

„Wir sind unseren Leser*innen extrem dankbar, dass sie diesen tiefgreifenden Transformationskurs der taz mitgegangen sind und weiterhin mitgehen und damit die Medienvielfalt in Deutschland unterstützen,“ sagt taz-Geschäftsführer Andreas Marggraf.

„Diese unglaublichen Zahlen belegen die Relevanz des taz-Journalismus inmitten der politischen Rechtsdrift,“ ergänzt Katrin Gottschalk, Chefredakteurin der taz. „Wir haben diesen Wandel geschafft, weil die taz eine Gemeinschaft ist, die auch eine Zeitung macht.“

Anlässlich des Jubiläums der Seitenwende berichtet die taz in ihrer kommenden Freitagsausgabe und in der wochentaz über Leser*innen, die den digitalen Wandel mitgegangen sind. Außerdem erscheinen auf taz.de zwei Texte aus der letzten gedruckten Tagesausgabe vom 17. Oktober 2025: die Geschichte der taz-Transformation als fiktiver Agententhriller und ein Appell des US-amerikanischen Bestsellerautors Dave Eggers an unabhängige Medien.