: 120.000 bei Beerdigung Escobars
„Kolumbien kann nicht noch mehr Fouls gegen das Leben erlauben.“ Mit diesen Worten verabschiedete der kolumbianische Präsident César Gaviria am Sonntag in Medellin den ermordeten Fußballstar Andrés Escobar. Mehr als 120.000 Menschen nahmen an dem Trauerzug teil, der sich durch die größten Straßen der Stadt bewegte. Gruppen von empörten Menschen forderten die Bestrafung des Täters. Viele Teilnehmer des Trauerzugs trugen Plakate mit Bildern Escobars, der einer der populärsten Fußballspieler Kolumbiens war. Tausende von Fans hatten die Nacht im Stadion Ivan de Bedout verbracht, wo der Leichnam des siebenundzwanzigjährigen Abwehrspielers aufgebahrt worden war.
Escobar war in der Nacht zum Samstag in Medellin auf offener Straße erschossen worden. Anlaß für die Tat war offenbar ein Streit über das von Escobar geschossene Eigentor während der WM in den USA. Der mutmaßliche Täter befindet sich in Haft. AFP, Foto: Reuter
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen