: ... und Mutterliebe
Brillant geschrieben, getragen von ironischer Sachlichkeit und ausgezeichnet recherchiert, kommt die Abrechnung der französischen Philosophieprofessorin Elisabeth Badinter mit der Mutterliebe erneut auf den deutschen Markt. Am Beispiel Frankreichs zeigt Badinter, daß das Gefühl Mutterliebe als ein historisch gewachsenes, zeitweise nicht vorhandenes, oft ausgebeutetes, niemals nur „natürliches“ und fast immer gegen die Emanzipation der Frau gerichtetes soziales Konstrukt gesehen werden muß. Erfrischend, nie zynisch und nie gegen die Mütter, sondern gegen die Umstände gerichtet, in denen Frauen Mütter wurden und werden.
Elisabeth Badinter: „Die Mutterliebe. Geschichte eines Gefühls vom 17. Jahrhundert bis heute“. Piper Verlag, München 1991, 336 Seiten, 14,80 DM flo/bm
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen