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taz Talk meets Buchmesse Leipzig 2026 Bitch Hunt

Über digitale Misogynie und organisierten Frauenhass als Kulturkampf – Veronika Kracher im taz Talk auf der Leipziger Buchmesse.

Misogynie im Internet: Veronika Kracher klärt auf Foto: Privat | Verbrecher Verlag

Digitale Räume sind zu zentralen Schauplätzen eines aggressiven Kulturkampfs geworden. In sozialen Medien richtet sich organisierter Hass vor allem gegen Frauen, trans und nichtbinäre Menschen. Kampagnen wie „Gamergate” oder die öffentliche Hetze gegen Amber Heard zeigen, wie normalisiert digitale Misogynie inzwischen ist und wie bereitwillig ein breites Publikum daran teilnimmt.

Veranstaltungsinformationen

Wann: Fr., 20.03.2026, 10:15 Uhr

Wo: Halle 5 | G500

Leipziger Messe

Messe-Allee 1

04356 Leipzig

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Eintritt frei

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Für den Besuch der Veranstaltung ist ein gültiges Ticket für die Leipziger Buchmesse erforderlich. Eine Registrierung ist nicht erforderlich. Da wir eine sehr begrenzte Platzkapazität vor Ort haben, bitten wir Sie, frühzeitig am Veranstaltungsort zu sein. Die Veranstaltung wird parallel live auf YouTube gestreamt.

In „Bitch Hunt“ analysiert Veronika Kracher, wie dieser Frauenhass funktioniert und warum soziale Medien ihn besonders wirksam verbreiten. Rechte und rechtsradikale Akteur:innen nutzen gezielt Empörung, um Narrative gegen Feminismus, „Wokeness“ und solidarische Gesellschaftsentwürfe zu etablieren. Plattformen wirken dabei als Verstärker, weil Hass Aufmerksamkeit erzeugt und ökonomisch belohnt wird.

Kracher macht deutlich, dass digitale Misogynie kein Randphänomen ist, sondern eng mit kapitalistischen Bedürfnisstrukturen und autoritären Backlashs verknüpft ist. Die Folgen treffen nicht nur die Betroffenen, sondern beschädigen demokratische Öffentlichkeit insgesamt.

Bitch Hunt – ein taz Talk im taz Studio auf der Leipziger Buchmesse mit:

🐾 Veronika Kracher ist Autorin, Publizistin und – wie sie selbst sagt – Expertin für „belastende Männer im Internet“. Sie studierte Soziologie und Literaturwissenschaft in Frankfurt und Mainz und arbeitet seit Jahren zu digitaler Misogynie, Antifeminismus und Online-Radikalisierung. Bekannt wurde sie mit dem Buch „Incels – Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults“ (2020). „Bitch Hunt“ ist ihr zweites Buch und erscheint im Verbrecher Verlag.

🐾 Nina Apin moderiert diesen Talk. Sie schreibt seit 2005 für die taz über Kultur- und Gesellschaftsthemen. Nach ihrer Zeit als Leiterin des Meinungsressorts (2016–2021) ist sie seit Dezember 2024 Redakteurin im Kulturressort und betreut das Politische Buch.

Literarischer Frühjahrsimpuls

Verpassen Sie keinen taz Talk während der Buchmesse Leipzig – vor Ort oder im Stream. Aktuelle Informationen unter: taz.de/buchmesse

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