Perspektiven zur Parlamentswahl : Israel hat gewählt – wie weiter?
Was wäre, würde Netanyahu wieder Ministerpräsident werden können? Ist Israel dann stärker in Gefahr, ein Land mit Apartheid zu werden?
Foto: Ilia Yefimovich | picture alliance/dpa
Im Februar 2022 veröffentlichte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International einen Bericht: „Israel’s Apartheid against Palestinians“. Die Menge und Heftigkeit der Reaktionen ist immens – Medienschaffende, Politiker:innen, Mitarbeiter:innen großer Organisationen kommentieren den Report, manche verurteilend, manche lobend.
Damit reiht sich Amnesty in eine immer länger werdende Liste israelkritischer NGOs ein: Bereits 2017 prangerte ein Bericht der Vereinten Nationen Israels Politik gegenüber den Palästinenser:innen als Apartheid an. Auch die Menschenrechtorganisation Human Rights Watch verwendet den Begriff.
Was ist da dran? Fragen wir die, die der Vorwurf betrifft. Und: Was bedeutet dieser für die israelische Parlamentswahl am 1. November?
Im taz Talk zu Gast
Auf der einen Seite: Roy Yellin, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei B’Tselem, einer israelischen Menschenrechtsorganisation, die jüngst US-Präsident Joe Biden mit einem Banner, das Apartheid anprangerte, begrüßte. Auf der anderen: Samantha Levy, Aktivistin, die die schönen Seiten Israels zeigen will, und für die Zivilorganisation The Home JLM arbeitet, welche sich für eine Normalisierung des Zusammenlebens von Palästinenser:innen und Siedler:innen im Westjordanland einsetzt.
Es vermittelt, schlichtet und moderiert: Lisa Schneider, Ex-Nahost-Redakteurin der taz.
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