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12.09.2026 , 02:30 Uhr
Ja, davon hab ich schon mal gehört. Aber wo genau schöpfen Sie denn da?
Wertschöpfung schafft zwar neuen Nutzen, aber eben keine neuen Atome. Wer etwas verarbeitet, greift immer in begrenzte Töpfe wie Boden, Wasser, Energie und Rohstoffe.
Genau da liegt der Haken. Bei knappen Ressourcen wächst der physische Kuchen nicht ewig mit. Wenn A mehr verbraucht, führt das für B zu höheren Preisen, Verdrängung oder Umweltkosten. Wer meint, Wertschöpfung hebe die Gesetze der Physik auf, verwechselt Bilanzen mit der Realität. Irgendeiner bezahlt am Ende immer für diese Wertschöpfung. Wir haben bisher nur das Glück, auf der Gewinnerseite zu stehen.
Sie können ja mal in einer Mine in Zentralafrika arbeiten gehen, um live mitzuerleben, wie das Ursprungsprodukt aussieht, aus dem ein Konzern ein Speichermodul herstellt und aus dem dreckigen Erz „Wert schöpft“. Vielleicht bezahlen Sie mit Ihrem Leben und geben dann wieder ein paar Atome frei, aus denen wir wieder neuen Wert schöpfen können ...
zum Beitrag12.09.2026 , 02:11 Uhr
Hier ist ein prägnanter Vorschlag, der Ihren Gedanken direkt aufgreift, logisch weiterführt und auf den Punkt bringt, wo die echten Verlierer entstehen:
Ne, aber er nutzt begrenzte Ressourcen. Je mehr Brötchen er verkauft, desto mehr Rohstoffe verbraucht er - und desto weniger bleiben für andere Bäcker übrig.
Genau da beginnt das Verlierer-Spiel: Ein Verlierer muss nicht bei Null landen. Es reicht schon, dass Konkurrenten durch verknappte Rohstoffe höhere Preise zahlen müssen oder aus dem Markt gedrängt werden.
Erweitert man den Blick auf die gesamte Lieferkette – vom Landverbrauch über die Energie bis zu den Rohstoffen für die modernen Backöfen –, sieht man das eigentliche Problem: Rendite entsteht oft dadurch, dass reale Kosten (Umweltzerstörung, miserable Arbeitsbedingungen am Anfang der Kette) auf Dritte abgewälzt werden. Wo ein Gewinn erzielt wird, zahlt an anderer Stelle im System fast immer jemand den Preis dafür.
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