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08.09.2026 , 13:11 Uhr
Natürlich ist ein AKW teuer. Wir haben aber schon über 500milliarden € ausgegeben und letztes Jahr nur 20% der gesamten Energie durch erneuerbare erzeugt, die höchsten Strompreise in europa und mit Polen die schlechteste CO2 bilanz. Außerdem bauen wir ein System auf, das permanent ein Backup system benötigt um den Ausfall von Wind und Sonne zu kompensieren. Weil sie von Mathematik sprechen, schauen sie sich mal die größenordnungen der benötigten Speicher an, wenn Gas, Kohle und AKW als Backup für Wind und Sonne weg fallen. Und dann schauen sie sich den notwendigen Netzausbau dazu an. Die zu investierende Summe wird so groß, das sie aktuell noch nicht mal beziffert werden kann. Da werden die 10-30milliarden pro AKW plötzlich ganz klein...
zum Beitrag08.09.2026 , 13:01 Uhr
Danke für die sachliche Antwort. Und ganz kurz, ich weiß das ich wahrscheinlich eine komplett andere Weltanschauung habe als der großteil der Leser hier, das macht es ja so spannend. Aber jetzt zu ihrer Antwort bzgl der Unternehmensgewinne, ich habe da tatsächlich eine komplett andere Sicht drauf. Die Insolvenzen sind aktuell auf rekordhöhe und die Gewinne der Unternehmen brechen ein. Bei Konzernen setzt sich der Gewinn oft nur aus den ausländischen Standorten zusammen. Was meiner Meinung nach aktuell wirklich dramatisch ist, ist das im Moment niemand mehr in deutsche Standorte investiert und das hat meiner Meinung nach mit unserer Struktur zu tun, die aktuell sehr wirtschaftsfeindlich ist (Höhe Abgabenlast, hohe energiepreise, Höhe Lohnnebenkosten, lähmende Bürokratie). Ich weiß aber das meine Lösungsansätze hier nicht die Mehrheit haben. Ist auch nicht schlimm, ich kann mich ja auch irren. Trotzdem finde ich es immer interessant auch mal die Argumente von der linken Seite zu hören, auch wenn ich bis jetzt noch nicht überzeugt wurde;) VG
zum Beitrag08.09.2026 , 07:57 Uhr
Ich persönlich glaube einfach das die Steuerlast in gänze zu hoch ist und unser Wachstum bremst, aber das ist wahrscheinlich einfach Ansichtssache und da werden wir wahrscheinlich auch kein Kompromiss finden. Was ich allerdings ganz konkret aus meinem eigenen Umfeld wahrnehme ist folgendes: jeder Arbeiter weiß, wenn es dem Chef gut geht, geht es auch dem Arbeiter gut. In kleinen Unternehmen wird die Finanzlage des Betriebes ganz transparent an die Mitarbeiter weiter gegeben (das weiß ich von meinen Freunden und der Elektriker bei dem ich früher gearbeitet habe hat das auch gemacht). Die Leute wissen, das es ihren betrieben heute nicht gut geht und das es ihnen nicht besser gehen wird, wenn man dem Chef noch mehr weg nimmt. Ich glaube tatsächlich das die Diagnose in dem Bericht falsch ist. Geht einfach in die Betriebe und sprecht mit den Leuten. Ich kann mich auch täuschen, aber das ist was ich wahrnehme
zum Beitrag08.09.2026 , 06:33 Uhr
Das sehen ganz viele Menschen, die nicht im trockenen sitzen und bereits alles haben aber ganz anders. Ich finde solche sprüche kann man nur machen wenn man bereits alles hat, sobald der Wohlstand sich aber verflüchtigt und die Menschen anfangen zu glauben das ihre Kinder es später nicht mehr so gut haben werden wie sie selbst wird es ungemütlich und die verteilungskämpfe fangen an. Wohlstand ist sowohl für die Menschen als auch für die Umwelt das wichtigste gut, da er Frieden und Freiheit und auch Umweltschutz mit sich bringt. Deshalb muss die Wohlstandserhaltung der wichtigste Punkt einer Regierung sein, weil sonst alles andere kaputt geht. Der Kapitalismus ist nicht perfekt aber es gab in der Geschichte der Menschheit noch nichts besseres. Alles andere hat immer in der Katastrophe und Unfreiheit geendet. Faktisch ist der Kapitalismus der größte armutszerstörer der menscheitsgeschichte
zum Beitrag08.09.2026 , 06:24 Uhr
Ich glaube einfach tatsächlich das es wenig mit Dummheit, so dern mit unterschiedlichen Weltanschauungen zu tun hat. Jeder Arbeiter weiß, das sein Chef ihm nicht mehr zahlen kann, es kann sich ja jetzt schon kein normaler Mensch mehr einen Handwerker leisten. Der Staat kann ihm aber ohne weiteres nicht so tief in die Tasche greifen. Und da haben dann Arbeiter und Chef etwas davon. Bei radikalen Steuersenkungen könnten löhne sogar sinken und die Menschen hätten trotzdem mehr Geld in der Tasche und es würde wieder Wachstum erzeugt. Und selbst wenn viele AFD wähler das Programm nicht gelesen haben sollten so haben sie bestimmt die Wahlplakate der linken gelesen. Arbeiter wählen aber nicht links und ich glaube es liegt daran wie ich es beschrieben habe. Das ist zumindestens meine Erfahrung
zum Beitrag07.09.2026 , 20:39 Uhr
Sie erklären mal eben üner 10.000000 wähler bundesweit für zu dumm das Wahlprogramm zu lesen. Ich Versuche ihnen mal die Gedankenwelt des gemeinen AFD wählers (mittel - bis untere Mittelschicht / Arbeiter oder Angestellter) näher zu bringen: Der wähker weiß das es Deutschland im Moment vor allem an Investitionen fehlt (und keine staatlichen, da der Staat kein Geld hat, er muss es vorher den bürgern und unternehmen weg nehmen). Der Staat muss es Investoren also so attraktiv wie möglich machen, ihr Geld in Deutschland zu investieren, damit am Ende auch ihr zB Handwerkbetrieb etwas davon hat (siehe Tesla in Grünheide). Wie macht man das also? 1. Massiv Steuern für Unternehmen und die bürger senken, damit Kapital ins Land fließt 2. Bürokratie massiv bekämpfen (Beispiel alle Betriebe brauchen bis zu einem Umsatz von 100.000€ überhaupt keine Steuererklärung machen und wenn anträge nicht innerhalb von ein paar Monaten beantwortet wurden, sind sie automatisch genehmigt) 3. Energiepreise drastisch reduzieren (eigenes Gas fracken + AKW's ans Netz)
Die Leute wollen keine Almosen vom Staat, sie wollen von ihrer hände Arbeit leben können und vom Staat in Ruhe gelassen werden. Liebe Grüße
zum Beitrag