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01.11.2026 , 14:56 Uhr
Vielen Dank an Jana Laborenz für diese reflektierte, klare und sachliche Meinung zur Diskussion um Elif Eralp in den vergangenen Tagen! Für mich der bislang beste Artikel dazu in der taz. "Vor der eigenen Haustür kehren" bringt es auf den Punkt. Viele in der Linken haben sich zu sehr darauf konzentriert, die Problematik allein Medien und politischen Gegnern anzulasten. Es wurde viel vor den Haustüren anderer gekehrt. Die Linke kann nur dann erfolgreich sein, wenn Sie sich ihrem Anteil stellt. Genau so wie es Frau Laborenz im letzten Abschnitt beschrieben hat.
zum Beitrag01.11.2026 , 03:51 Uhr
Der Ticker der taz wurde sehr früh geschlossen. Mein Eindruck war, dass darin eher Polizeigewalt kritisiert wurde und größtenteils friedliche Demonstranten beschrieben wurden. Mit dem Fazit, das war' s und es gab keine größeren Zwischenfälle. Der Tag wurde damit vor dem Abend und der Nacht gelobt. In Frankfurt ist die Situation eskaliert, mit Plünderungen, Pyrotechnik, mindestens einem demolierten Polizeiauto, chaotischen Szenen durch teilweise vermummten Personen. Hauptwache, Zeil und Konsti wurden gesperrt. Die Polizei geht davon aus, dass sich die Randalierer im Lauf des Abends an die Demos angehängt haben und zum Teil der linksextremen Szene zuzurechnen sind, möglicherweise waren bereits einige gewaltbereite Demonstranten dabei. Da das Datum mit Halloween zusammen fiel, waren später auch junge Leute in Partylaune und Verkleidung unterwegs, manche waren irritiert über die Absperrungen und wurden erst durch die Polizei auf die Eskalation hingewiesen. Sicherlich wird morgen ein Fazit von allen Beteiligten - Demonstranten, Polizei, Stadtverwaltung - gezogen werden. Und es wird klarere Erkenntnisse geben. Auf zukünftige Demonstrantionen wird sich Frankfurt gut vorbereiten müssen.
zum Beitrag20.10.2026 , 23:47 Uhr
Auch wenn es durch die Hacker jetzt zu neuen Erkenntnissen zu einem möglichen AfD-Verbot kommen sollte:
Ich hoffe, dass auf der anonymen Internetseite nicht die E-Mail einschließlich der Liste der 2.000 angeblichen Antifaschist:innen mit Namen und Adressen zu finden ist. Das könnte für die Betroffenen unangenehme Konsequenzen haben. Ich glaube eine Veröffentlichung von persönlichen Daten Dritter würde gegen den Datenschutz verstoßen. Da einige Kommentare hier berichten, dass die taz im Artikel einen Link angeboten, dann aber wieder entfernt hat, ist es vorerst sinnvoller die Website - auch aus Sicherheitsgründen - nicht aufzurufen.
zum Beitrag18.10.2026 , 07:07 Uhr
Ich würde "Zeit-online" schon länger nicht mehr als seriöses Qualitätsmedium bezeichnen. Und spätestens mit diesem True-Crime Format, das nun eine traumatisierte Minderjährige (manipulativ?) vermarktet, ist eine rote Linie überschritten. Eine Minderjährige (Pressekodex !), die mit der Begründung "Traumatisierung" ihre Zeugenaussage vor Gericht verweigert hat. Was ist, wenn es zur Regel wird, dass (traumatisierte) Minderjährige zu Medienhäusern gehen, unter möglichem Einfluss des Vaters? Und in einer Art Paralleljustiz ihre Geschichte erzählen, Hinweise liefern, Gerichte aber dürfen nur an der Seitenlinie stehen. "Zeit-Verbrechen" wurde von Sabine Rückert initiiert bzw. war der host. Damit ging es dann auf Deutschland-Tournee. Sie hat u. a. Werbepsychologie studiert und war u.a. zwei Jahre bei "Bild" tätig. Anne Kunze hat nun erstmals eine Minderjährige in diesem Podcast präsentiert, mit community- Kommentaren samt Emojis. Der wird auch noch während des laufenden Verfahrens veröffentlicht. Aber jetzt ganz empört einen "Angriff auf die Pressefreiheit" reklamieren, während die Einnahmen fließen. Hat einen ganz schlechten Beigeschmack nach Sensationspresse. Safe Space geht anders.
zum Beitrag01.09.2026 , 15:15 Uhr
Wenn man schon das Thema, das ein Nebenschauplatz ist, aufgreifen möchte, wäre es sinnvoller im Rahmen von Wahlkampfveranstaltungen auf verbalradikale Slogans/Parolen zu verzichten sondern stattdessen zu differenzieren. Konkrete Forderungen zu der Problematik in Berlin und Lösungsvorschläge zu Polizeigewalt, Veranstaltungsverboten formulieren. Also das, was Berliner Stadtstaatpolitik betrifft. Dazu gehört, auch die wachsenden Anfeindungen und Übergriffe gegenüber Juden und Jüdinnen zu thematisieren. Und sich des Antisemitismusproblems in einem Teil der (Berliner) Linken zu stellen.
zum Beitrag01.09.2026 , 00:11 Uhr
Nein, das Thema gehört nicht in den Berliner Wahlkampf. Wenn Pauline Jäckels von "irgendeiner Veranstaltung" spricht, ist das eine Abwertung derjenigen, die sich an diesem Tag dort im Wahlkampf engagiert haben. "Irgendein Rapper mit "verbalradikaler Aussage" klingt nach unreifer Verharmlosung und Bagatellisierung. "Yalla, Yalla, Intifada" ist u.a. auch die Kampfansage der terroristischen Hamas, nur zur Erinnerung. Frederik Eikmanns argumentiert hier sachlich und realistisch. Der Nahostkonflikt ist Aufgabe der Außenpolitik. Sicherlich muss sich an der eingefahrenen Staatsräson Deutschlands etwas ändern. Zum Beispiel mit Sanktionen gegen Ben Gvir, Smotrich und gewalttätige Siedler oder Banken und Unternehmen, die Siedlungsprojekte wie das geplante E1 fördern. Mit der Forderung nach unzensierter Berichterstattung der Medien/Presse aus Gaza und WJL. Die Berliner Linke tut gut daran, sich von "Yalla, Yalla, Intifada" zu distanzieren. Es gibt genügend Probleme in Berlin. Die werden sich langfristig nicht mit ständiger Fixierung auf Israel und den Nahostkonflikt lösen.
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