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22.07.2026 , 22:20 Uhr
Die Metaanalyse von Mendes Sieczkowska et al. (2026) wird hier irreführend rezipiert. Die Autoren kommen zwar zu dem Schluss, dass die verfügbare Evidenz keine inhärente sportliche Überlegenheit transidenter Männer gegenüber Frauen stützt. Bezugspunkt hierbei ist jedoch die allgemeinen schwache Evidenz. Ihre Ergebnisse erlauben daher umgekehrt genauso wenig eine positive Aussage über eine Leistungsangleichung. Angesichts der niedrigen Evidenzqualität gilt die Nichtaussagekraft beidseitig. Weder Hypothese A ("inhärente Überlegenheit") noch Hypothese B ("funktionelle Gleichstellung") werden gestürzt. Hier wird sich einseitig nur auf einen dieser Aspekte berufen, um zu insinuieren, transidente Männer wären Frauen nicht überlegen.
Ferner ist die Behauptung, es gebe nicht nur zwei Geschlecht, sondern Geschlecht sei sinngemäß ein "Mittelwert aus Eigenschaften" nicht korrekt. Geschlecht ist eine funktional auf Basis der Anisogamie definierte Fortpflanzungsrolle. Weitere (durchaus diverse) Eigenschaften und Ausprägungen ergeben sich erst aus dieser Zweiteilung. Männer und Frauen sind divers. Es bleibt aber bei diesen zwei Geschlechtern als eine für Säugetiere unveränderliche Realität.
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