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18.05.2026 , 14:08 Uhr
@Puky: Vollkommene Zustimmung. Mir stellen sich alle Nackenhaare auf, wenn ich so etwas lese und ich bin leicht fassungslos.
„Für dieses System mein Leben zu geben“ klingt fast so, als hätte Deutschland eine autoritäre Regierung oder würde Menschen grundlos in Kriege schicken.
Dabei reden wir von einem demokratischen Rechtsstaat, in dem jeder frei demonstrieren, die Regierung kritisieren und sogar gegen die Bundeswehr protestieren darf. Genau diese Freiheit existiert nicht einfach von selbst.
Sie wird geschützt. Auch von Menschen in Uniform.
Und genau deshalb halte ich die Haltung problematisch, jede Form staatsbürgerlicher Verpflichtung sofort als „Schikane“ zu bezeichnen. Niemand wird automatisch zum Dienst an der Waffe gezwungen. Es gibt Alternativen wie Katastrophenschutz, Feuerwehr oder soziale Dienste.
Aber ein Staat kann auf Dauer nicht funktionieren, wenn immer mehr Menschen nur Rechte einfordern, gleichzeitig aber jede persönliche Verantwortung ablehnen.
zum Beitrag18.05.2026 , 11:52 Uhr
Die eigentliche Ungleichbehandlung wäre doch, wenn ein demokratischer Staat von seinen Bürgern immer weniger Pflichten erwarten darf, gleichzeitig aber weiterhin Sicherheit, Freiheit und Stabilität garantieren soll.
Dass die Wehrpflicht aktuell nur für Männer möglich ist, liegt am Grundgesetz. Eine geschlechtsunabhängige Lösung ist politisch derzeit kaum durchsetzbar. Unabhängig davon leisten Frauen schon heute überdurchschnittlich viel gesellschaftliche und familiäre Verantwortung.
Außerdem wird bei der Debatte ständig so getan, als ginge es ausschließlich um den Dienst an der Waffe. Dabei kann gesellschaftlicher Dienst genauso Katastrophenschutz, Feuerwehr, Rettungsdienst oder soziale Arbeit bedeuten.
Wollen wir eine Gesellschaft sein, in der jeder nur Rechte einfordert, oder eine Gesellschaft, in der Menschen bereit sind, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen?
zum Beitrag18.05.2026 , 11:49 Uhr
Die Wehrpflicht wird heute oft dargestellt, als wäre sie ein Angriff auf die Freiheit. Dabei ist eher das Gegenteil richtig.
Ich habe selbst Wehrdienst geleistet und mich danach ehrenamtlich engagiert. Deshalb bin ich überzeugt: Unser demokratischer Staat ist kein Selbstbedienungsladen, sondern ein Mitmachprojekt. Wer in Frieden und Freiheit leben will, muss bereit sein, seinen Beitrag zu leisten.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, Männer zum Dienst an der Waffe zu zwingen. Es gibt Alternativen wie Feuerwehr, Katastrophenschutz oder soziale Dienste. Entscheidend ist die Bereitschaft, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen.
Seit über 80 Jahren leben wir in Europa weitgehend in Frieden und Freiheit. Dass das so ist, liegt auch daran, dass Menschen in Uniform unsere demokratische Ordnung schützen. Dafür, dass in diesem Land jeder frei seine Meinung sagen, demonstrieren und sogar den Staat kritisieren kann, sorgt eben auch die Bundeswehr.
Eine allgemeine Wehrpflicht würde nicht nur unsere Verteidigungsfähigkeit stärken, sondern auch Zusammenhalt, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein fördern. Genau das fehlt mir gerade in diesem Land und dieser Debatte.
zum Beitrag