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22.03.2026 , 22:19 Uhr
(**) Dominiert wird dieser Krieg eindeutig nachwievor von Israel und den USA. Lediglich die Hartnäckigkeit und Ausgefuchstheit hinsichtlich bestimmter Gegenwehr, vor allem die Hormuz Meerenge zu stören, ist rein im Sinne des militärischen Vorgangs etwas, was die Dominanz von Isr. und US. in diesen konkreten militärischen Bereichen ins Wanken bringen.
Es ist jedoch, wie weiter oben eingangs erwähnt, eigentlich nicht angemessen, einen staatlichen Krieg nicht global zu betrachten - auch nicht in der Frage, von wem dessen militärischer Verlauf kontrolliert und entschieden würde. Denn das global-strategische Potenzial dieses Krieges ist enorm. Es ist einerseits die Position von Bedeutung, die der Autor ansprach, dass Israel eine bestimmte militärische Allianz mit Nachbarstaaten erzwingen will, und andererseits gibt es ja nun auch die Position, das Trump diverse Natostaaten auf verschiedene Weise direkt als Kriegspartei involvieren will.
In diesem Sinne wird die Frage nach der Kontrolle über den Krieg nahezu uninteressant. Auf beinah zynische Weise wechselt die Bedeutung hin zu einem strategisch-globalen Denk-Wettbewerb, eine Art Welt-Formel zu entdecken.
zum Beitrag22.03.2026 , 22:07 Uhr
Zur Leitfrage, wer den Irankrieg kontrolliere:
Der Autor des Artikels, Karim El-Gawhary, setzt diese Frage in den Kontext von Israel und seiner Vorstellung eines neuen Nahen Osten.
Generell denke ich hinsichtlich staatlichen Kriegen eher global, also wer Weltmacht bleiben will oder werden will. Diese Perspektive ist jedoch nicht unbedingt notwendig, um die Frage der Kontrolle eines einzelnen Kriegs zu erörtern. Denn als einzelnes Element ist der Irankrieg eine zufällige Gelegenheit für die US Regierung, im Spiel der globalen Machtausübung zu agieren.
Somit, bezogen auf den Kriegsverlauf an sich, muss man sich lediglich die militärische Ausstattung der beteiligten Parteien anschauen. Grundlegend nahm das US Militär an, ganz eindeutig eine Dominanz gegenüber Iran zu haben - es kostet halt einfach - jedoch ist die Dominanz von Vornherein eindeutig geklärt. Auf diese Karte wurde, meines Erachtens, ganz klar gepokert, mit der Idee, das Poker-Game bereits von Beginn an für sich entscheiden zu werden.
Das ist absolut logisch, denn sonst würden die USA diesen Konflikt nicht begonnen haben, und sonst hätte selbst Israel nicht den Erstschlag und Kriegsbeginn verübt. (**)
zum Beitrag22.03.2026 , 21:42 Uhr
Ich stimme Ihrem Kommentar zu. Hinzunehmen würde ich unter anderem die Perspektive des Iran, wovon ich vermute, dass auch der Iran bzw. jene Staatsführung kein Interesse an einem langen Krieg hat.
Zum Kriegsverlauf bin ich der Auffassung, dass die einzelnen Kriegshandlungen seit Kriegsbeginn zwar im groben vorhersehbar waren, jedoch im Zusammenspiel, in der Beeinflussung von Angriffen und Gegenangriffe zueinander, sehr wohl nicht. Dies verkompliziert sich vor allem hinsichtlich der Mutmaßung zum Verhalten und Reagieren der iranischen Staatsführung, dass das israelische und das US Militär tatsächlich nur eine Form des Pokerns praktizieren konnte und kann, dahingehend, welche Effekte militärische Aggression und Drohung haben würden.
zum Beitrag