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16.02.2026 , 18:49 Uhr
Ich kann die Kritik an dieser Stelle nicht so richtig nachvollziehen. Stillen -Abpumpen - Fertigmilch - die Debatte führen doch ausnahmslos alle werdenden Eltern, grade beim ersten Kind. Stillen ist die stressfreiste und gesündeste Methode, führt aber in die klassische Rollenaufteilung und tendenziell in die ökonomische Abhängigkeit. Stillen, Abpumpen und Aufwärmen kann das zwar vermeiden, kann aber auch je nach Alltagsgestaltung echt stressig werden, so dass der Gesundheitsbeitrag von Muttermilch, Oxitocinen und dem ganzen Gedöns jetzt auch nicht so entscheidend ins Gewicht fällt. Von vorn herein fertigmilch heißt, dass das Kind früh fremdbetreut werden kann und die Eltern sich abwechseln und beide Karriere machen können. Und jeder muss in sich hineinhören, mit welcher Entscheidung oder welchem Kompromiss er oder sie langfristig glücklich werden kann. Wenn Eltern nicht auf ihr eigenes Wohlbefinden achten, ist das für die Kinder auch nicht gut. Psychische Belastung der Eltern ist ein negativer Prädiktor für das Kindeswohl.
zum Beitrag16.02.2026 , 15:18 Uhr
Ich habe den Artikel gelobt, also das journalistische „Produkt“.
Das habe ich sowohl eingangs kenntlich gemacht („dieser Artikel…“) als auch zum Schluss („toller Artikel“).
Dazwischen habe ich versucht auszuführen, warum ich den Artikel gut geschrieben fand und warum er mich angesprochen hat.
Der Artikel hat mich grade als Mutter angesprochen, weil er einen Selbstverständigungsprozess von Frauen wiedergibt, die Mütter werden oder geworden sind.
Wenn ich dabei das Fehlen der archaischen Mutterrolle hier lobend hervorgehoben habe, dann mag das literarisch zwar ein Gemeinplatz sein. Im Alltag der meisten (werdenden) Mütter ist es aber immer noch der Maßstab, an dem sie überwiegend gemessen werden und an dem sie sich selbst und sich gegenseitig messen. In diesem Interview spielt er aufgrund der Situation der Mütter von vorn herein nur eine untergeordnete Rolle. Das ist aus meiner Sicht eine der Stärken des Artikels.
zum Beitrag15.02.2026 , 23:07 Uhr
Ja. Das Erstaunlichste an Elternschaft ist - Du musst nicht perfekt sein, eine durchschnittliche Erziehungsleistung reicht aus
zum Beitrag15.02.2026 , 23:03 Uhr
Ich verstehe nicht, was an dem Anspruch falsch sein soll, die Grundbedürfnisse eines Kindes meistens zu erfüllen. Aus meiner Sicht zeigt sich in dieser Aussage einfach nur die realistische Einstellung der betreffenden Mutter - perfekt geht nicht, außer man ist allmächtig. Das gehört zu den echt aufreibenden Aspekten der Elternschaft, wenn man merkt, das Kind hat ein Bedürfnis und man kann grade einfach nichts tun. Außer man nimmt halt immer nur die Bedürfnisse wahr, die man wahrnehmen will oder grade gut erfüllen kann. Aber da finde ich die Einstellung der Mutter im Interview nicht nur realistischer, sondern auch ehrlicher. Sie zeigt auch mehr Respekt vor der Aufgabe.
zum Beitrag15.02.2026 , 22:34 Uhr
Das Wohlbefinden von Müttern ist zentral für das Kindeswohl. Die Qualität von Eltern bemisst sich an der Feinfühligkeit, mit der sie auf Signale des Kindes reagieren können. Sich in andere Personen einzufühlen ist eine Leistung des frontalen Kortex. Wenn Eltern gestresst sind und sich nicht wohl fühlen ist der frontale Kortex weniger aktiv und das Einfühlungsvermögen eingeschränkt.
zum Beitrag15.02.2026 , 17:05 Uhr
Dieser Artikel hat Drehbuchpotential. Drei verschiedene FrauenCharaktere, die man in ihren Äußerungen sofort wieder erkennt, alle sympathisch, alle authentisch, drei verschiedene Zugänge zum Phänomen Mutterschaft und Familie - es liest sich zugleich unterhaltsam und tiefgründig reflektierend, und erinnert wirklich an den Plot einer SitCom. Es werden genau die gleichen Themen besprochen, denen sich alle Mütter in allen Konstellationen stellen müssen, aber das faszinierende ist, dass es hier viel offener und anerkennender geschieht, als ich es je erlebt oder gelesen habe. Für alle drei Mütter ist klar, dass sie je eigene Bedürfnisse und Vorstellungen mitbringen und dass das auch für die anderen gilt. Mutterschaft erscheint nicht als die eine archaische Rolle, in die Frauen während der Schwangerschaft mehr oder weniger erfolgreich hineinwachsen, sondern als Aufgabe, die jede Frau unterschiedlich ausfüllt. Eine Familie zu gestalten erfordert nicht, dass alle Beteiligten ökonomisch, sorgerisch oder emotional gleich engagiert sind, solange darüber geredet wird. Und jede Mutter macht irgendwann die Erfahrung, sich und andere zu enttäuschen und muss irgendwie damit umgehen. Toller Artikel!
zum Beitrag