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15.02.2026 , 01:57 Uhr
Ihre BASTA!-Mentalität ist fehl am Platz. Wenn Sie den Begriff "Schuld" durch "Verantwortung" ersetzen, dann haben Sie recht, denn jeder trägt die Verantwortung für sein eigenes Handeln. Und Sauerei bleibt Sauerei, egal, wie groß sie ist. Das bedeutet aber nicht, dass ein Handeln irrelevant wird, nur weil jemand anderes etwas schlimmeres gemacht hat. "@Peta Parka" weist auf diesen Umstand hin. Dass Sie ihm/ihr nun unterstellen, er/sie würde das Problem des Gewalthandelns schmälern, ist womöglich ein Interpretationsfehler Ihrerseits. Beste Grüße
zum Beitrag14.02.2026 , 12:41 Uhr
Hallo, ich hatte ähnliche Impulse beim Lesen des Artikels/Kommentars. Ich arbeite mit Straftäter*inn*en (an der Rückfallvermeidung), und habe daher vielleicht eine andere Perspektive: Fragwürdiges Handeln ist keine Frage der Geschlechtsidentität. Beispiele: 1. In den Biographien vieler Täter (in fast allen Deliktgruppen) finden sich prägende, schädigende Beziehungserfahrungen im Elternhaus (zum Beispiel durch körperliche Gewalt oder seelischen Missbrauch) . Von Müttern und Vätern. 2. Viele Straftaten lassen sich als inadäquate Bewältigungsstrategien identifizieren. Das gilt auch für jene Deliktgruppen, in denen Frauen stärker repräsentiert sind als bei Gewalttaten.
Insgesamt finde ich es gut und richtig, dass immer mehr Taten ins Hellfeld kommen. Eine unterschwellige Dämonisierung, wie ich sie bei der Autorin herauslese, hilft allerdings niemandem.
Abschließend: "Strafrecht ist männlich", so heißt es, daher decken Dunkelfeldstudie und Kriminalstatistik nur strafrechtlich relevante Bereiche ab. Insofern werden möglicherweise schädigende Bewältigungsmechanismen, die eher Frauen zugeordnet werden, nicht erfasst, was eine gewisse Verzerrung zur Folge hat.
zum Beitrag06.01.2026 , 13:50 Uhr
Dass Frau Krüger die Einflussnahme-Versuche von Unternehmen auf die Politik anmahnt , ist wichtig und richtig. Ich halte es jedoch für eine holperige Straße, auf die sie dann fährt, wenn sie die Umlage-Finanzierung und die Finanzmarkt-gedeckte Rentenvorsorge als zwei Pole gegenüberstellt. Keine der beiden Lösungen ist ein Heilsbringer. Unsere Rentenvorsorge in die Hände von Spekulanten zu legen ist genauso gefährlich wie die Tatsache zu ignorieren, dass die aktuelle Rente aus demographischen Gründen nicht zu halten ist. Letzten Endes sind beide Modelle eine Wette: Beim einen Modell wette ich auch wachsende Wirtschaft, beim anderen Modell auf genügend arbeitenden Nachwuchs.
Ob nun das aktuelle Rentenmodell zu retten wäre, wenn - wie die Autorin andeutet - die Gelder der Rentenkasse nicht in andere "Projekte" fließen würden... das vermag ich nicht zu beurteilen.
Herzliche Grüße
zum Beitrag