Profil-Einstellungen
Login Kommune
Hier könnten Ihre Kommentare stehen
Herzlich willkommen.
Auch Sie haben eine Stimme und auch die soll gehört und gelesen werden.
Hier werden alle Kommentare gesammelt, die Sie verfassen. Außerdem können Sie Kontaktmöglichkeiten hinterlegen und sich präsentieren.
Wir freuen uns, wenn Sie die taz.kommune mit Ihren klugen Gedanken bereichern.
Viel Freude beim Lesen & Schreiben.
meine Kommentare
02.01.2026 , 17:16 Uhr
Nein, der Euro hat keine Zukunft – Ulrike Herrmanns triumphalistischer Kommentar zu Bulgariens Beitritt verrät ein profundes Missverständnis der Währungsunion als vermeintlicher Garant europäischer Einheit. Die Autorin feiert den Euro als „Kitt“, ignoriert jedoch die divergenden Wirtschaftsstrukturen von den Mitgliedstaaten Deutschlands, Frankreichs und Italiens. Deutschland stagniert mit null Wachstum, Frankreichs Defizit überschreitet fünf Prozent des BIP, Italiens Schuldenlast droht 140 Prozent zu erreichen – ein explosives Gemisch ohne echte Konvergenz. Währungsunionen zerfallen früher oder später zwangsläufig, weil sich nicht an die Regeln gehalten wird: Die Lateinische Münzunion endete im Chaos. Nicht einmal die skandinavische Münzunion funktionierte. Der Euro wird diesem Schicksal sicher folgen. „Kein Weg zurück“ ist Wunschdenken: Griechenland entkam 2015 knapp dem Grexit, Melonis Konzilianz resultiert aus Zinsdruck, nicht Überzeugung. Bulgariens 2026-Beitritt lockt Investoren kurzfristig, opfert aber Souveränität in einer fragilen Zone mit wachsenden Risiken. Herrmanns Pro-Europa-Euphorie blendet die Realität aus – Bulgarien betritt insofern ein sinkendes Schiff.
zum Beitrag