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02.07.2026 , 11:27 Uhr
Leider bleibt bei diesem Text außen vor, dass, selbst wenn Mensch es niht als Femizid bezeichnen möchte (über die Definition von Femizid kann man sich streiten), das hier dennoch ganz klar patriachale Gewalt war. Ein Kind als sein Eigentum zu betrachten zeigt zutiefst patriachale Denkweisen, die sehr wahrscheinlich, ganz unabhängig von seiner Herkunft, die Ursache für diese Tat sind. Und wer arbeitet am häufigsten im sozialen Bereich, ist also hauptsächlich von solcher Gewalt bedroht und betroffen? Es sind Frauen. Es mag kein Femizid in klassischer Definition gewesen sein, patriachale, tödliche Gewalt war es dennoch. Das darf man bei allen Diskussionen um diese schreckliche Tat nicht vergessen!
zum Beitrag02.07.2026 , 11:18 Uhr
Ich finde es immer sehr lustig, was hier als vermeintlich "westliche" Werte dargestellt wird. Aus meiner beruflichen Erfahrung im sozialen Bereich und als ehemalig selbst von elterlicher Gewalt Betroffene kann ich ganz klar sagen, dass Deutsche genau so oft ihre Kinder als Erweiterung ihrer Selbst oder sogar als ihr Eigentum sehen. Als Überlebende partnerschaftlicher Gewalt kann ich hinzufügen, dass patriarchale Denkweisen keine Herkunft kennen. Und meine berufliche Laufbahn hat das nur bestätigt. Kinder haben erst seit 2001 das Recht auf gewaltfreie Erziehung und statistisch gesehen ist das bei vielen Eltern immer noch nicht angekommen. Ich kann über solche Kommentare, die irgendeine Art von "westlich-demokratischen" Werten herbeifantasieren nur herzlich lachen. Bis mir das Lachen im Halse stecken bleibt, weil mir auffällt, wie viel Leid von so vielen Kindern unsichtbar gemacht wird, weil sich auf die Herkunft des Täters und nicht das kaputte System konzentriert wird.
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