Profil-Einstellungen
Login Kommune
Hier könnten Ihre Kommentare stehen
Herzlich willkommen.
Auch Sie haben eine Stimme und auch die soll gehört und gelesen werden.
Hier werden alle Kommentare gesammelt, die Sie verfassen. Außerdem können Sie Kontaktmöglichkeiten hinterlegen und sich präsentieren.
Wir freuen uns, wenn Sie die taz.kommune mit Ihren klugen Gedanken bereichern.
Viel Freude beim Lesen & Schreiben.
meine Kommentare
20.09.2025 , 07:45 Uhr
Ich finde, die Debatte greift zu kurz, wenn sie beim Deutschlandticket nur auf Bürgergeld-EmpfängerInnen schaut. Klar, diese Gruppe braucht Unterstützung – aber es gibt noch viele andere, die oft übersehen werden: Menschen im Mindestlohn, mit unsicheren Jobs, Teilzeit oder hohen Fixkosten. Für sie reicht das Einkommen kaum zum Leben, ein Auto ist unerschwinglich, und genau deshalb bedeutet das Deutschlandticket mehr Mobilität, Freiheit und auch ein Stück soziale Teilhabe.
In der Diskussion werden diese Menschen jedoch häufig pauschal dem „Mittelstand“ zugerechnet – so als hätten sie genug Geld und ein Auto vor der Tür. Das ist schlicht nicht die Realität. Der klassische Mittelstand fährt in aller Regel tatsächlich Auto. Die „Zwischengruppe“ aber, die weder Bürgergeld bezieht noch finanziell abgesichert ist, wird durch das Ticket erstmals deutlich mobiler.
Soziale Politik sollte nicht nur den formal Armen gelten, sondern auch denen, die trotz Arbeit kaum Reserven haben. Gerade diese Menschen dürfen in der Debatte nicht unsichtbar gemacht werden.
zum Beitrag