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15.10.2025 , 14:23 Uhr
Das macht Sinn. Und liegt sicher auch ein wenig an dem von mir auch im Text beschriebenen gesellschaftlichen Leistungsdenken: Wer etwas leistet, ist. So gut wie niemand möchte in so einer leistungsorientierten Gesellschaft als defizitär abgestempelt werden. Dabei ist es die Denke, die defizitär ist…
zum Beitrag14.10.2025 , 21:27 Uhr
Vielen Dank für das Feedback und das Teilen der eigenen Erfahrungen. Gerade in Anbetracht eines angedachten existenzsichernden Pflegegeldes für Angehörigenpflege, das Prien laut der Funke Mediengruppe von der Wirtschaftslage abhängig macht - mit dem Zusatz, dass Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche priorisiert wird - halte ich es für unermesslich wichtig, dass alle, die können, ihre Stimme erheben und darauf drängen, dass schutzbedürftige Menschen nicht gegeneinander ausgespielt werden, vor allem aber nicht länger an Sozialem gespart wird, sondern im Gegenteil mit viel mehr Geld neu gedacht wird, wie sozialer Zusammenhalt gehen kann, was es für neue Wege geben kann, auch und gerade in einer alternden Gesellschaft mit wegbrechenden klassichen Familienstrukturen.
zum Beitrag14.10.2025 , 13:37 Uhr
Lieber Michael Danders, der Kommentar hat mich sehr gerührt. Als eventuell Betroffener muss der Artikel sehr grausam sein. Hier einer, der viel mehr nach Blümchen klingt: taz.de/Leben-mit-D...!6107231&s=Demenz/ Ich persönlich kann mir schon vorstellen, dass Selbsthilfegruppen helfen. Im Fall meines Vaters war es zu spät - die Berliner Selbsthilfegruppen bestanden alle darauf, dass der/die Betroffene noch eigenständig hinfinden muss. Das war bereits zu Beginn nicht mehr der Fall. Er wäre gerne gegangen. Hier noch ein Artikel darüber, wie so eine Gruppe funktioniert: taz.de/Teilhabe-bei-Demenz/!5934487/. Alles erdenklich Gute und herzliche Grüße
zum Beitrag13.10.2025 , 16:44 Uhr
Sie sprechen ein zentrales Problem an – die enorme finanzielle Belastung durch Pflege. Ihre Erfahrung mit häuslicher Rund-um-die-Uhr-Betreuung zeigt, wie hoch die Kosten sein können. Und Sie haben völlig recht: Viele Angehörige übernehmen die Pflege selbst – nicht aus Idealismus, sondern aus Mangel an Alternativen. Allerdings würde ich Ihre Schlussfolgerung gerne hinterfragen: Ist es wirklich so, dass Menschen zu Hause pflegen, weil sie sich ein Pflegeheim nicht leisten können oder wollen? Nach meinen Recherchen ist es oft genau andersherum: Gerade für Menschen mit geringem Einkommen ist die stationäre Pflege im Heim eine realistische Option – weil hier das Sozialamt im Rahmen der „Hilfe zur Pflege“ einspringt, wenn das eigene Geld nicht reicht. Bei der Pflege Zuhause gibt es keine vergleichbare finanzielle Entlastung. Im Gegenteil: Wenn Angehörige pflegen, wird etwaige Arbeitsunfähigkeit durch dringende Pflegetermine von der Pflegeversicherung nicht finanziell kompensiert - nur einmal zu Beginn, wenn eine Unterbringung organisiert werden muss. Sonstige Ausfälle - etwa bei OPs - des Gepflegten sind unbezahlte Arbeitstage. Heisst: Viele können sich Pflege Zuhause nicht leisten.
zum Beitrag12.10.2025 , 21:02 Uhr
Der doppelte Abschnitt ist bei einer redaktionellen Änderung passiert - ich habe ihn längst moniert. Der zweite der doppelten Abschnitte ist der korrekte. Aber vielen Dank für die Fehlermeldung - und noch mehr für die Leseeindrücke und das Teilen der Gedanken und persönlichen Bezüge.
zum Beitrag30.10.2022 , 11:38 Uhr
Lieber Jim Hawkins, an der Stelle ist leider sehr viel rausgekürzt worden. Es hieß ursprünglich: Ein Blick in die Geschichte zeige: „Protest funktioniert, wenn er so unbequem ist und stört, dass er nicht ignoriert werden kann.“ Er bezieht sich auf die Bürgerrechtsbewegung in den USA, der die Abschaffung der Rassentrennung gelungen ist: „Irgendwann waren die Gefängnisse zu voll, alle, die gegen die Rassentrennung verstießen, zu inhaftieren.“
zum Beitrag23.04.2021 , 12:45 Uhr
Liebe(r) BER.LIN.ER, dass ich mein Umfeld als gebildet bezeichnet habe, diente lediglich der Verdeutlichung, dass sich das Problem der Überforderung bei allen äußerst. Also die Kinder nicht nur, wie sonst oft geschrieben, in "bildungsfernen Familien" zu kurz kommen können, wenn alle außenfamiliären Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitangebote wegfallen. Es sollte kein Hieb gegen Menschen sein, die nicht studiert haben. Ganz im Gegenteil. Die Formulierung, dass die Kinder keine Lobby haben wiederum bezog sich nicht auf das beobachtete Umfeld, sondern auf die politischen Entscheidungsträger*innen. Erst jetzt werden Forderungen laut, den Kindern, falls die Schulen wieder schließen, zumindest Unterricht im Freien zu ermöglichen. Konzepte und Modelle für solche Angebote in kleinen Gruppen unter Einhaltung der AHA-Regeln hätte es mit Blick auf das Wohl der Kinder meines Erachtens nach schon früher geben können.
zum Beitrag23.04.2021 , 12:38 Uhr
Lieber Marco Moreno, ihr soziologisches Interesse stille ich gerne: Die von mir beschriebenen Eltern ( einschließlich mir selbst) leben in wirtschaftlich prekären Verhältnissen, können sich also nicht leisten, ihre Arbeit zu vernachlässigen, da sie auf die Einnahmen für Miete und Lebensunterhalt angewiesen sind. Davon, dass die beschriebenen Freundinnen - oder ich selbst - ihrer Arbeit die oberste Priorität geben und die Kinder vernachlässigen, habe ich nichts geschrieben. Sondern versucht aufzuzeigen, dass der ständige Spagat zwischen Homeoffice und Homeschooling, bei dem mal die Arbeit, mal die Kinder hinten anstehen müssen, für eine dauerhafte innere Zerrissenheit sorgt, die einen Druck erzeugt, der sich letztlich auf die Kinder entlädt. Und dies auch in Familien, die stets bemüht sind, das Wohl ihrer Kinder über alles zu stellen. Beide der oben erwähnten Freundinnen sind alleinerziehend und haben keine finanzielle Unterstützung.
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