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18.10.2026 , 10:49 Uhr
Ich stimme dir größtenteils zu, mit dem kleinen Hinweis, dass Böhmermanns Sendung nicht "entfernt" wird, sondern dass er selbst beschlossen hat, dass sich das Konzept langsam totläuft. Auch diese Ruhelosigkeit und das Irgendwann-Gelangweiltsein ist ein Feature von Böhmermann, man darf also gespannt sein, was von ihm als Nächstes folgt und wo.
Beim ZDF ist man ihm durchaus gewogen, weil er gesellschaftliche Gruppen zumindest in die Streamingsportale des Senders lockt, die das ZDF sonst längst ganz abgehängt hätte.
Florian Schröder ist natürlich kein Ersatz dafür, auch weil die Einzigartigkeit von Böhmermanns Sendung u. a. aus seinem Team kam. Schröder kann solche Leute nicht anziehen, weil ihm diese anarchische Seite bei gleichzeitiger strenger Selbstreflexion und klarem moralischem Kompass fehlt. Er reiht sich bequem ein in die Riege derer, die bei den Mitternachtsspitzen zu besichtigen sind. Es ist also schon schade, dass er so einen großen Sendeplatz bekommt, weil er auch sonst medial ziemlich präsent ist.
Uns fehlen in Deutschland außerdem einfach Leute wie John Oliver oder Jon Stewart. Wobei ich persönlich sogar ZAK mit Friedrich Küppersbusch ein bisschen hinterhertrauere.
zum Beitrag05.05.2026 , 11:47 Uhr
Machtlos ist Merz leider auch innerhalb seiner Partei bzw. seiner Fraktion. Er ist zwar ein autoritärer Mensch (und einer, der keine Fehlerkultur hat), aber ich schätze ihn auch so ein, dass er Druck, der auf ihn ausgeübt wird, nahtlos weitergibt. Was die Fraktion angeht, sitzt Jens Spahn am längeren Hebel.
Die stellen sich zwar in der Öffentlichkeit brav hinter ihn, um Geschlossenheit zu demonstrieren, aber rhetorisch geschickt und manipulativ sind eher so Leute wie Dobrindt, Spahn, evtl. auch Connemann. Und der leutselige Herr Amthor ist auch nicht auf den Kopf gefallen und will gern weiter nach oben. Ganz zu schweigen vom Bayernkönig, der sich immer zu wenig beachtet gefühlt hat in Berlin.
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