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10.11.2025 , 15:28 Uhr
Sie sagens ja. Identitätserzählungen sind im Grunde positive Mythen, die man über sich selbst erzählt. In Krisenzeiten gerät diese Erzählung auf tönerne Füsse und wird hinterfragt. Die einen reagieren apathisch und wählen nicht mehr, die radikale und demagogisch mobilisierte Minderheit bestimmt den Richtungswechsel. Das kann passieren, auch wenn die Mehrheit nicht so denkt.
Auf die Frage "Wie konnte es so weit kommen?" die Lösung "mehr an die Identität glauben" anzubieten, scheint mir sehr halsstarrig am Problem vorbei zu gehen.
zum Beitrag09.11.2025 , 22:57 Uhr
Ich bin nicht überzeugt, dass eine gefestigte, wertebasierte, patriotische Identität gegen antidemokratisches Denken immunisiert. Siehe USA.
zum Beitrag05.11.2025 , 15:19 Uhr
Der Artikel vergisst das Problem, dass das staatliche Schulsystem in einem Land, in dem die Zeichen auf Diktatur stehen, dem Ideal der Bildung auch nicht nachkommen wird. Bibelfundamentalistisches Homeschooling gab es schon immer. Das staatliche System wird ausgehöhlt, institutionalisiert Geschichtsumschreibung und nähert sich der Indoktrination.
zum Beitrag05.11.2025 , 13:18 Uhr
Das Handy ist ein leibhaftiger Strohmann. Von allen Problemen noch das geringste, obwohl es eine psychologische Massenwaffe ist. Die zweite Anmassung ist die Ursachenverschleierung hinter dem Etikett " Generation Angst", mit dem das Befinden der Jungen eingetütet und als rein klinisches Problem weggemanagt werden soll. Die heutige junge Generation ist aufgewachsen mit: Massensterben in den Medien ( Syrien, sinkende Flüchtlingsboote im Mittelmeer, Covid-19, Gaza, Ukraine) in einer Gesellschaft, die sich daran gewöhnt und sich immer gleichgültiger gegenüber dem Wert menschlichen Lebens verhält, was sich auch in der Verrohung der Flüchtlingsdebatte zeigt. Die Tabus fallen.
Dazu Klimawandel und Fall der Demokratie in den USA, früher ein beliebtes Ziel für Schüleraustausch. Die Zukunft ist weniger abschätzbar. Welche Berufe werden durch KI wegfallen? Auf diese gesellschaftlichen Umbrüche und die Planlosigkeit am Steuer wird mit Ignorieren und Pathologisieren ("Generation Angst") reagiert. Dass es kein Interesse am Lösen der Probleme zu geben scheint, wird von Älteren kollektiv verdrängt. Fragt sich, wer hier eigentlich an verzerrten Wahrnehmungen leidet. Die Jungen eher nicht.
zum Beitrag02.11.2025 , 02:44 Uhr
Es passiert auch deswegen nichts, weil die Medien sich sehr bei diesen Themen zurückhalten und nie auf die Idee kommen, vergangene Fälle mit ähnlichem Muster zu vergleichen.
Da die Medien nicht genauer hin schauen, kann man nur spekulieren, dass diese Vorgehensweise bei NGOs in der Welt der sehr Reichen evtl etabliert ist. Der Fall Savile war ähnlich ( Grossspender für karitative Zwecke, der Schlüssel für Krankenhäuser und Patientenzimmer ausgehändigt bekam). Wie abhängig sind diese Einrichtungen von Grossspendern oder ist es mal wieder reine Gier? Dass es eine Kultur der Vertuschung in diesen Einrichtungen gibt, kann man sich ebenfalls denken, da die Spendeneinnahmen wegbrechen, wenn das Image Schaden nimmt. Das ganze Image- basierte Geschäftsmodell steht ja schon mal einem ehrlichen Umgang mit Fehlern entgegen. Ohne Druck von aussen tut sich nichts..
zum Beitrag01.11.2025 , 14:21 Uhr
Der Laden kann gerne dichtmachen. Wenn der Chef der Organisation Kinder zur Prostitution freigibt, dann handelt es sich um organisierten Kinderhandel. Eine Organisation, die so von Grossspendern abhängig ist, dass sie die Kinder seit Jahrzehnten ungestört zur Prostitution anbietet, ist von innen bereits systematisch zersetzt und nicht mehr zu retten.
Auf Wikipedia ist zu lesen, dass die Organisation unter dem Chef im atemberaubenden Tempo in Asien expandiert hat.
Komplette moralische Bankrotterklärung, wenn organisierte Kinderprostitution schöngefärbt wird mit der Begründung, dass die Kinder immerhin Buntstifte und Schulhefte erhalten.
zum Beitrag01.11.2025 , 13:55 Uhr
Der Fall erinnert an den Jimmy Savile Skandal, Grossbritannien. Der Fernsehmoderator war Mitglied in vielen Wohltätigkeitsorganisationen und ging in Krankenhäusern ein und aus. Über 40 Krankenhäuser händigten ihm Schlüssel aus, die ihm nachts Zugang zu den Zimmern von Kindern ermöglichten. Das hat bereits System.
Der Missbrauch ging über 50 Jahre. Hunderte von Beschwerden wurden abgefangen und von Verantwortlichen vertuscht.
zum Beitrag30.10.2025 , 14:05 Uhr
Ich halte es auch für Theater.
zum Beitrag30.10.2025 , 14:02 Uhr
Es gibt auffällige Parallelen. Der tea party Flügel, der später zur Trump Fraktion wurde, hat die Republikanische Partei "gekapert". Nicht, dass da nennenswerter Widerstand war bis auf Lippenbekenntnisse.
zum Beitrag28.10.2025 , 12:54 Uhr
Fürchten sie wirklich den Zorn der afd Wähler? Die werden einfach wieder Nichtwähler. Oder müssen sich erst auf eine neue Partei einigen und Zeit und Ressourcen in die Gründung einer neuen Partei stecken.
Was gibt es da zu fürchten? Es wird andere Gründe haben warum man hier herumeiert.
zum Beitrag27.10.2025 , 14:33 Uhr
Die Empörung über die "Babos" ( das allein schon eine unnötig süffisante Bezeichnung ) ist unangebracht. Offensichtlich haben Sie kein Besteck und keine Dose mitgebracht. Der Imbiss kann Ihnen die plastikfreie Öko- Lösung nicht herzaubern weil die gesamte Industrie mit sehr knappen Gewinnmargen arbeitet.
In der Schnellgastronomie geht daher nichts ohne Einmal-Plastik oder Alufolie. Wer es bequem, billig und schnell haben will, ist auch Teil des Problems.
zum Beitrag23.10.2025 , 17:48 Uhr
Was für ein Strohmann??
"Der Tagesspiegel und der Medieninsider haben nun darüber berichtet, dass die sogenannte Premium-Gruppe von Springer, zu der Welt, Politico und Business Insider gehören, einen neuen KI-Plan hat. Der beinhaltet, dass alle Gewerke, also Redaktion wie Nicht-Redaktion bei jedem Arbeitsschritt mit KI arbeiten sollen. Sie soll demnach Standard bei Recherchen werden und bei der Ideenfindung"
taz.de/KI-und-Jour...Ki%2Bjournalismus/
zum Beitrag23.10.2025 , 14:07 Uhr
Nur ist Recherche keine stumpfe Fleissarbeit. Wenn KI flächendeckend in Zeitungsredaktionen in die Recherche-Prozesse eingebettet wird, heisst es nichts anderes, als dass zugunsten der Effizienz bewusst Abstriche bei der Richtigkeit der Informationen in Kauf genommen werden. Die KI stellt eine massive Bevormundung bei der Informations- Vorauswahl dar. Und das wird sich rächen.
Welches KI Modell dabei die geringste Halluzinationsrate hat, ist dann auch eher eine fehlgeleitete Diskussion. Wenn von 100 Zeitungsartikeln "nur" 17 fake news enthalten, ist auch das nicht akzeptabel und man hört auf, die Zeitung zu lesen. Anstatt den Sinn von KI-gestützter Recherche generell in Frage zu stellen, wird das Problem an die "Selbstverantwortung" der Journalisten ausgelagert. Die Journalisten "sollen" alle Behauptungen der KI nochmal nachprüfen aber das dauert wahrscheinlich länger als die herkömmliche Recherche. Da stellen sich Fragen nach dem Sinn des Ganzen.
Als die chinesische Suchmaschine Deepseek gelauncht wurde, haben alle Medien synchron beklagt, dass die KI das Tianmen Massaker leugnet. Aber den US-KI-Produkten vertrauen wir blindlings!
zum Beitrag22.10.2025 , 22:20 Uhr
Erst beklagt der Autor, dass Leute Chat GTP statt journalistische Quellen konsultieren- um im Verlauf des Artikels zu offenbaren, dass in Zeitungsredaktionen Prompts wie Geheimrezepte gehütet werden. Warum noch mal soll sich der Leser an "journalistische Quellen" statt KI wenden? Wenn die Zeitungsredaktionen bereits still und leise KI Systeme in ihre Abläufe integriert haben, ohne dies für ihre Leser transparent zu machen? Woran soll der Leser "verlässliche" journalistische Quellen erkennen, wenn die Redaktionen mit Hilfe von KI erstellte Inhalte nicht transparent kennzeichnen?
KI Modelle haben Halluzinationsraten von bis zu 48%! Ich hatte ein ähnliches Ergebnis, als ich Perplexity eine spezifische Fachfrage gestellt habe. Die Hälfte war halluziniert und die Antwort, die ich bereits kannte, hat mir weder Chatgpt noch Perplexity gegeben.
Wer KI zur Recherche einsetzt, verlässt sich auf den mangelhaften Filter der KI und liefert sich dem begrenzten Informations-Rahmen aus, den die KI vorgibt. An die "Eigenverantwortung" der Journalisten zu appellieren ist eine reine Floskel.
zum Beitrag22.10.2025 , 21:04 Uhr
Der Skandal erinnert sehr an den Berlusconi-Skandal, bei dem ebenfalls Minderjährige involviert waren. Übrigens gleichen die wenigen Fakten, die in beiden Fällen an die Öffentlichkeit kommen, eher einer Schadensbegrenzung. Die Medienberichterstattung im Fall Berlusconi fokussierte sich damals auf ein prominentes Opfer ( Ruby) und einen Täter ( Berlusconi) und diverse bizarre Details. Darüber geriet die Frage, wer sonst noch bei den Partys anwesend war, völlig ins Hintertreffen. Wer war damals eigentlich sonst noch anwesend? Keine Ahnung. Auch die Zahl der Opfer gerät ausser Sicht. Leider wird die Frage des organisierten Verbrechens in beiden Fällen von den Medien nicht investigativ untersucht.
Die schiere Zahl der involvierten Opfer und Täter sowie die Zahl ähnlich gelagerter Fälle ( Saville, Berlusconi, Epstein, Dutroux) lässt durchaus darauf schliessen, dass solche Abläufe von eingespielten Strukturen organisierten Verbrechens mit dem entsprechenden Personal gemanagt werden.
Die Tatsache, dass Andrew sich mit dem minderjährigen Opfer hat ablichten lassen, zeugt von einem an Dreistigkeit nicht zu überbietenden Gefühl der Sicherheit.
zum Beitrag22.10.2025 , 01:01 Uhr
Es hat religiösen Charakter, wenn davon ausgegangen wird, erstmal an der richtigen Gesinnung arbeiten zu müssen (in anderen Worten, beten), dann ergibt sich alles weitere von selbst und alles wird gut.
Damit verlagert sich die Diskussion von der Sachebene zur Glaubenssphäre was eine totale Bankrotterklärung an den mündigen Verstand ist. Was getan werden muss, ergibt sich aus der Kenntnis der komplexen Probleme. Aber anscheinend wollen nichtmal die Medien sich der Information und den Analysen widmen, sondern sind mit Konfessionsfragen beschäftigt und welche Konfession ( Doomer oder Optimist) die richtige ist.
Das sind Diskussionen aus dem Mittelalter, die absolut am Thema vorbei gehen.
zum Beitrag17.10.2025 , 18:15 Uhr
Mal sollen Personen mit Migrationshintergrund dem Staat auf der Tasche liegen weil angeblich alle arbeitslos sind. Gleichzeitig wird ihnen zum Vorwurf gemacht, dass sie überdurchschnittlich häufig Gründer von Betrieben sind, die Arbeitsplätze schaffen. Dann heisst es, dass diese Geschäfte das Stadtbild stören. Es wird immer etwas neues bei Bedarf zurecht gebastelt um die Ressentiments zu bemänteln.
Wenn wir schon mal auf dem Niveau sind.. die Frisur irritiert mich enorm.
zum Beitrag15.10.2025 , 13:32 Uhr
Diese KI Hörigkeit halte ich schon für eine Bankrotterklärung ans Denken. Ich habe KI Zusammenfassungen von mehrseitigen pdf Dokumenten mit komplexen Inhalten getestet. Die KI produziert scheinbar kohärente Zusammenfassungen aber wenn man nachprüft, stellt man fest, dass die KI teilweise am Inhalt vorbei halluziniert und falsche Zusammenhänge aus dem Text kostruiert.
Ich bin aber ganz dafür, den ÖRR umzustrukturieren. Das halbe Programm kann man streichen und stattdessen kostenlosen online-Zugang zu allen wissenschaftlichen Arbeiten, Uni Bibliotheken und Uni-Archiven anbieten. Dazu eine Suchplattform, die auf die wissenschaftlichen Inhalte aus den digitalisierten Uni- Bibliotheken verweist. Google wird immer unbrauchbarer und KI ist ein Massenverdummungsprojekt, dem sollte konsequent etwas entgegen gesetzt werden.
zum Beitrag14.10.2025 , 01:54 Uhr
Völlige Zustimmung zu dem was Prantl vorschlägt. Erstens sind die Instrumente des Überwachungskapitalismus, konsolidiert in den Händen weniger Tech Oligarchen, eine riesige Gefahr für Demokratien und Meinungsfreiheit.
Gerade bei unserer Geschichte mit totalitären Systemen sollte beim Begriff digitale Vollerfassung keine Euphorie aufkommen. Dazu braucht es keine Fantasie, dafür reicht ein Blick nach China.
Es ist auch nicht gesagt, dass jegliche sensible Daten, die sich bei Behörden oder im Gesundheitssystem sammeln nicht irgendwann als Ressource abgeschöpft und privatisiert werden. In einigen Ländern werden unsere Daten bei der Polizei bereits an Palantir verschenkt.
Zum anderen führt die Komplettdigitalisierung zur Marginalisierung bestimmter Gruppen. Ältere mit wenig digitalen Kompetenzen oder Personen mit Behinderung werden immer mehr vom Leben ausgeschlossen.
zum Beitrag13.10.2025 , 13:19 Uhr
Warum nicht ein berufsbezogenes Grundeinkommen für Journalisten, die journalistische Standards einhalten? Wir werden aufgrund von KI mit einer nie dagewesenen Propaganda-Schwemme zu tun haben, die die Demokratie bedoht. Aufgrund der Multikrisen braucht es gute, frei verfügliche Berichterstattung, die nicht nur oberflächlich die Trends der sozialen Medien und Positionen der politisch kompromittierten US-Medienhäuser abbildet. Anstatt dass hiesige Medien auf den Zug aufspringen und KI implementieren um mit den gigantischen Propagandaschleudern wie meta und twitter zu konkurrieren, könnte man auf gute Recherche und Qualität setzen und journalistische Standards fördern. Wahrheit und Denken allgemein wird im Zeitalter der KI ein ganz knappes Gut werden. Das sollte man schützen und konsequent einen andren Weg gehen als die USA vorgeben. Die Menschen sind auf dem Weg in eine mittelalterliche Gesellschaft in der Glauben statt Wissen herrscht. Es gibt keine gemeinsame Faktenbasis.
zum Beitrag06.10.2025 , 13:05 Uhr
Auf mich wirken diese Diskussionen wie ein Wettposieren um den richtigen Habitus. Die Optimisten fühlen sich gesinnungsmäßig den Doomern voraus und die Stoiker schütteln milde das Haupt dazu von der Bergspitze der Weisheit. Wirkt auf mich wie magisches Denken, Distinktionsgebahren und daher Zeitverschwendung.
Um Probleme zu erkennen, zu lösen oder sich darauf vorzubereiten, muss man zuerst sehr gute Informationen haben, um die Lage einzuschätzen. Welche Gesinnung ich dabei habe und ob ich die gelben Gummistiefel der Marke "happy feet" nach der Unwetterwarnung anziehe oder die grauen der Marke "Seneca" ist wurscht. Wichtig ist doch die Informationslage und was man dann tut, nicht wie.
Es gibt allerdings, wie Sie sagen, eine Flut an vielen schlechten unfundierten Meinungen und Halb- Infos, die ein Gefühl der unterschwelligen Beunruhigung schaffen. Ausserdem sind die Prios falsch gesetzt. Leider muss man sich die tiefer gehenden Informationen von Wissenschaftlern mit der speziellen Expertise zum russischen hybriden Krieg, Superreichtum, etc. mühsam zusammensuchen um erstmal die Dimension der Probleme zu verstehen.
zum Beitrag05.10.2025 , 23:19 Uhr
Mei ihre Erwartungen an den dt Staat orientiern sich sehr nach unten. Mit dieser Einstellung von Mittelmässigkeit kömmer einpacken. Klimawandel? Mei die andern wissens auch ned. Was könn mir scho do. Andere Probleme? Mei bei die andern is no schlechter. Drum bleibts alles wies is. Weil so hammas alle bequem und justieren das Niveau immer weiter nach unten.
zum Beitrag05.10.2025 , 21:29 Uhr
Auffällig ist, dass diese Lage auf der emotionalen Ebene besprochen wird, nicht inhaltlich. Optimismus ausrufen ist gut, reicht aber nicht. Es muss eine Liste der wichtigsten Probleme erstellt werden ( Klimawandel, globaler Superreichtum, hybride Kriege, KI- gestützte Überwachungssysteme, Erosion der Demokratie global, Umweltverseuchung). Dann müssen Szenarien durchgespielt werden und mit Experten ein Massnahmenkatalog erstellt werden. Diese Experten sollten möglichst unabhängig sein. Ich habe ein Interview mit einem Klimawissenschaftler gelesen, der sagt dass alle Klimamassnahmen bisher kosmetisch sind. Das reicht alles nicht. Das war mir so noch nicht bewusst. Erstmal muss man solche Dinge wissen, damit der Ernst der Lage klar ist. Man muss wissen, dass hybrider Krieg stattfindet und wie die Propaganda aussieht. Immerhin hat russische Propaganda und Zersetzung von innen die USA zu Fall gebracht.
Es bräuchte ein Format wo NUR diese wichtigsten Zukunfts-Themen sachlich besprochen werden und Wissenschaftler Fragen beantworten. Sobald das Bewusstsein allgemein vorhanden ist, wird der Druck auf die Politik steigen.
zum Beitrag04.10.2025 , 19:54 Uhr
Der deutsche Staat als Sklavenhalter und Zuhälter. Dieses System klingt genauso wie in dem anderen Artikel mit den aus dem Ausland angeworbenen Pflegekräften, die sich mit 13.000 Euro Vermittlungsgebühr verschulden und in der Prostitution enden. Welche Zustände in der Pflege und Landwirtschaft mit moderner Sklaverei herrschen dafür sollten sich Linke mal interessieren. Stattdessen jahrelange akademische Diskussionen über irgendwelche semantischen Themen in den Medien.
zum Beitrag02.10.2025 , 02:17 Uhr
Es sollte immer angegeben werden ob KI massgeblich beteiligt war.. eine verpflichtende Kennzeichnung wär wünschenswert. Ich habe neulich festgestellt, dass manche Sprachmodelle sehr weit fortgeschritten sind. Benutzen die taz Journalisten KI? Bei der Recherche / beim Verfassen oder inhaltlichem Gegenchecken? Anlass für die Frage ist dieser Artikel:
taz.de/KI-und-Journalismus/!6108884/
Ich frage mich mittlerweile schon was von Personen gedacht, recherchiert oder verfasst wurde.
zum Beitrag01.10.2025 , 01:26 Uhr
Es ist auch absurd zu behaupten dass die Kinder deutsch sind. Sie sind offensichtlich deutsch und arabisch.
Also irgendwie scheint das Konzept von multi-kulturellen Identitäten in den taz Spalten echte Verwirrung zu bereiten. Ich hab auch schon den denkwürdigen Satz gelesen, dass deutsche Juden einfach nur Deutsche sind und keine Juden. Tja... wieso hatten wir denn überhaupt einen Holocaust..
zum Beitrag30.09.2025 , 12:53 Uhr
Ich hab den Text vor allem als Kommentar dazu verstanden, wie Aktivismus heute funktioniert. Es deutet sich auch an, warum sich bestimmte Themen mehr durchsetzen als andere, weil diese das Konsumelement nicht bedienen.
Bei anderen Themen wird dem Aktivist kein attraktives, fertig geschnürtes Gesamtpaket angeboten mit medialer Aufmerksamkeit, Farbeimer-Aktionen, exotischen Modeaccessoires, Gemeinschaftssinn und einer rebellischen Identität. Das alles muss der Sudan- Freizeitpark erstmal hinkriegen.
Und das ist keine übertrieben puristische Stilkritik an Protestierenden mit guten Intentionen, die man sich im Anbetracht der ernsten Lage sparen sollte. Wenn in unserer Aufmerksamkeitsökonomie nur Themen erfolgreich angenommen werden, die diesen Eventcharakter bieten können, wirft das grundsätzliche Fragen zu den Vermittlungschancen anderer wichtiger Themen auf.
zum Beitrag29.09.2025 , 13:04 Uhr
Unheimlich. Ich finde es aber eher positiv und löblich, dass der Journalist seine Gedanken offensichtlich ohne KI verfasst hat. Ich will keine Artikel in der Zeitung lesen wo KI das Denken übernommen hat.
Immerhin hat die Meinung des Autors bewirkt, dass man über die Metaphern in der Satire nachdenken muss und ob der Vorwurf zutrifft, den der Autor hier macht.
Ich hoffe natürlich weiterhin, dass niemand KI benutzt beim Schreiben obwohl man riskiert, dass Fehler gemacht werden und die Artikel nicht immer optimal sind und es kritische Kommentare hagelt.
zum Beitrag29.09.2025 , 12:45 Uhr
Ja, ich habe die Familie Yassir & Annalena aus Hamburg als Metapher dafür verstanden, dass sich das bunte linke Ideal der multikulti Völkerverständigung in der "Soli Szene" auf den 2. Blick teilweise als unheilige Allianz aus historischem europäischem und arabischem Antisemitismus entpuppt.
Die Dinge, die der Autor kritisiert, gibt es in den Medien wirklich oft, aber bei dem Satire Text trifft sie nicht zu mMn.
zum Beitrag29.09.2025 , 02:54 Uhr
Der Artikel ist nicht rassistisch, Sie haben ihn missverstanden. Der Autor karikiert nicht das Leben im Gaza, um sich darüber lustig zu machen, wie Sie behaupten. Er nimmt ein Anti- Disneyland als Allegorie, um zu beschreiben, was ein bestimmter Teil der westlichen Palästina-Szene aus dem NO-Konflikt macht- eine globale Marke mit gemeinsamkeits- und identitätsstiftenden Eventcharakter. Dabei wird die Realität der Palästinenser eher zweitrangig.
Es geht um das Paradox, dass der anti-imperialistische Befreiungskampf der Verwertungslogik des Konsums folgt. Die Marke Coca Cola, die früher mit dem Slogan “Freiheit” den amerikanischen Lebensstil global verkauft hat, ist out. Die neue Anti-Cola ist die Wassermelonen-Limo. Befreiungskampf ist der neue Slogan. Die neuen Trend-Marken sind die Gaza Flagge/ die Keffiyeh.
Während wir im Westen in den rechtsextremen Faschismus rutschen und Flüchtlinge mittlerweile unbeachtet im Mittelmeer ertrinken, wird der Befreiungskampf zwar als Event simuliert und fetischisiert aber er findet irgendwie nicht statt. Ich denke diese vielen surrealen Widersprüche unserer Zeit wollte der Autor mit der Satire ausdrücken.
zum Beitrag28.09.2025 , 16:06 Uhr
"Denn die Erwachsenenindustrie hat in Deutschland mit erheblichen Hürden zu kämpfen. (...) Schon als Teenagerin suchte Lingus nach Möglichkeiten, sich online zu zeigen. Ihre Bilder seien jedoch regelmäßig auf Social Media Plattformen gelöscht worden, weil sie gegen die Richtlinien verstießen, erzählt sie. „Ich war frustriert, weil ich das Bedürfnis hatte, mich zu zeigen, aber nicht konnte.“
Liebe Taz, wollt ihr hier echt dafür plädieren, dass wir in D die erheblichen Hürden abbauen sollen, damit Minderjährige Kinderpornografie von sich selbst hochladen dürfen? Das ganze firmiert natürlich unter dem Banner "Minderheitenschutz" und "Feminismus".
Unterirdischer und weltfremder geht es nicht mehr.
zum Beitrag28.09.2025 , 15:23 Uhr
Ja es bräuchte eine von Wissenschaftlern geleitete öko Diktatur, die einen Massnahmenkatalog erstellt, so ähnlich wie unter der Pandemie. Das möchten die Menschen nicht.
Viel grusliger ist aber, dass die Menschen jubeln, wenn harte Einschnitte von Demagogen angekündigt werden, die eine Kleptokratie mit massiver Verteilung von unten nach oben und beispielloser Korruption anstreben. Solang auf Migranten eingedroschen wird, nehmen die Massen also durchaus gerne den Verlust der Demokratie sowie ein massives Absenken des eigenen Lebensstandard in Kauf.
Dieses Modell scheint sich überall durchzusetzen. Wenn der Klimawandel da ist, wird im Rahmen kapitalistischer Logik eine rigorose soziale Auslese stattfinden. Heute ertrinken Flüchtlinge unbeachtet im Mittelmeer, morgen werden es alle hier sein, die sich kein klimasicheres Zweitdomizil leisten können. Die Szenen, die man in der Pandemie in den USA gesehen hat (wer sich keine gute Krankenversicherung leisten kann, erhält kein Beatmungsgerät und erstickt) sind schon der Vorgeschmack.
Dank AI, sozialer Medien und Demagogie bricht nun auch ein Zeitalter der Lügen an, welches das Identifizieren/Lösen von Problemen behindert.
zum Beitrag27.09.2025 , 01:24 Uhr
"„Ach, du liest noch Judith Butler?“, sagte ein Kollege mit spöttischem Blick auf den pinkfarbenen Suhrkamp-Band auf meinem Tisch."
Da hat die Autorin zum Schulanfang wohl nicht mitbekommen, dass man diese Marke nicht mehr trägt und somit in der Klasse ganz unten durch ist! Peinlich!
zum Beitrag26.09.2025 , 22:20 Uhr
Das wär aber dumm denn die afd ist keine Partei für Geringverdiener.
zum Beitrag26.09.2025 , 21:49 Uhr
Jaja, die anderen, nur nicht wir! In der Gesamtstatistik ist der CO2 Verbrauch des gesamten Kontinents Afrika wirklich gering da die Menschen dort nicht den rohstoffintensiven Konsumenten- Lifestyle führen wie wir. Deutschland ist hingegen beim CO2 Verbrauch führend in Europa.
Und der Müll, der in Indonesien verbrannt wird, ist unter anderem unser Einweg-Plastikmüll, der für die Müllkippe und Natur- Verseuchung dorthin exportiert wird. Es sind übrigens auch unsere Berge an Textilien aus Kunststofffaser-Mischgewebe, die in den Deponien in Afrika für die nächsten 1000 Jahre vor sich hin rotten werden.
zum Beitrag26.09.2025 , 15:09 Uhr
Ein Viertel Opfer von Cyber Grooming ist extrem hoch. Da sind noch nichtmal die Dunkelzahlen sowie online mobbing und online- Blossstellungen, Gewaltdarstellungen, Rassismus und Sexismus in den sozialen Medien miteinberechnet.
Neben diesen erchreckenden Zahlen steht gleich der nächste Artikel in der taz wo ein Autor, der hauptberuflich Firmencoachings zum Thema Generation alpha verkauft, die Behauptung aufstellt, dass die Jugend so verwöhnt ist wie noch nie.
zum Beitrag25.09.2025 , 21:58 Uhr
Was mir bei Artikeln wie dem auffällt, ist dass es immer weniger um vorgebrachte Argumente und eine begründete Darlegung geht warum man gegen dieses oder jenes Argument ist. Stattdessen verarmen die "Debatten" immer mehr zum identitären Meinungsfeudalismus wo man hauptsächlich damit beschäftigt ist, identitäre Lager anhand von Labels und Anekdoten abzustecken und die eigene ingroup aufzuwerten. "Die da sind tragisch verirrte Linke, wir sind die Humanen, ausserdem sind bei uns die Expats und BiPOC dabei" soll im diskursverarmten Populismus die Deutungshoheit regeln, wo früher das für und wider abgewogen wurde. Wir die Bodenständigen- da die Lastenfahrradfahrer. Hier die Guten, da die TERF-Zionisten.
Das fiel mir auch in dem Artikel von Jessen in der Zeit auf, wo Themen, die eigentlich wertneutral sein sollten, wie Lastenfahrrad-Fahren oder Veganismus ( für die es klimapolitische Gründe gibt) als Marker dienen, um fiktive, dem eignen Lager unterlegene Gruppen zu konstruieren.
Für und wider wird ersetzt durch identitäres Framing, die Debatte ein einziges Panoptikum aus fiktiven Feinden.
zum Beitrag25.09.2025 , 19:09 Uhr
Und wer stellt die Überwachungssoftware? Peter Thiel? Dem haben BaWü, Bayern und NRW bereits jeweils Summen um die 24 Mio für die Massenüberwachungssoftware Palantir überwiesen, das natürlich im Abo-System verlängert werden muss.
Wie schön dass wir die US Diktatur nicht nur finanziell unterstützen sondern uns auch immer mehr abhängig von ihr machen.
zum Beitrag23.09.2025 , 17:21 Uhr
Die Evangelikalen und andere religiöse Sekten haben so lange auf die Apokalypse eingeschworen, dass die Gläubigen sie vermutlich herbeiwünschen, um ihren Glauben zu festigen.
Die Rechtsradikalen glauben ebenfalls an eine Apokalypse und wollen den Endkampf. Im Endkampf ( Day of the Rope) sollen alle anderen Rassen ausgelöscht werden, damit aus der Asche der weisse Ethnostaat erbaut werden kann. Dabei stützen die US Rechtsradikalen sich auf eine Vision, die in den Turner Diaries, einem von einem Rechtsradikalen verfassten Buch, beschrieben ist. Die Leute um Peter Thiel ( Yarvin) wollen das Ende der Demokratie und den Konzern-geleiteten Faschismus, weil sie so ihre Ziele durchsetzen können.
Es gibt die These, dass Ultrareiche in den USA ebenfalls den wirtschaftlichen Crash haben wollen. Der Mittelstand wird pleite gehen und am Ende kann der Kuchen unter den wenigen verbliebenen Monopolisten aufgeteilt werden, die noch mehr Macht konsolidieren können. Der Tech Sektor verfolgt schon lange die Strategie, alle möglichen Branchen vom Einzelhandel bis zum Taxigewerbe zu "disrupten" / platt zu machen, um als Monopolist abzukassieren. Alle Gruppen haben das selbe Ziel mMn.
zum Beitrag23.09.2025 , 14:48 Uhr
2014, vor seinem ersten Wahlkampf wurde Donald Trump von Fox News zu seiner Zukunftsvision der USA befragt. Er kommt erstmal auf "Sozialschmarotzer" zu sprechen, die Obamacare in Anspruch nehmen und sagt folgendes: “You know what solves it? When the economy crashes, when the country goes to total hell and everything is a disaster. Then you’ll have a [chuckles], you know, you’ll have riots to go back to where we used to be when we were great.”
US Journalisten hatten bereits 2016 anhand von Trumps und Bannons Aussagen das Thema aufgegriffen, dass eine Machtelite hinter DT den Wirtschafts-Crash und Bürgerkriegszustände möchte, damit die Karten nochmals ganz neu gemischt werden können:
thecorrespondent.c...114266432-e23ea1a6
Im Übrigen hat auch schon DAMALS Frau Clinton bezüglich DT's Russland- Verbindungen gewarnt.
zum Beitrag22.09.2025 , 15:16 Uhr
Turning Point wurde im Juni 2012 gegründet, vor der Wiederwahl Obamas zur 2. Amtszeit. Die Heritage Foundation wurde 1973 gegründet. Stück für Stück haben die Konservativen über Jahrzehnte Macht konsolidiert- mit Gerrymandering, der Fixierung darauf, das Supreme Court mit konservativen Richtern zu bestücken und einer Bandbreite an Gesetzen und Schikanen, um traditionell demokratische Wähler vom Wählen abzuhalten.
Diese Entwicklungen sind das Ergebnis von langfristiger und zielstrebiger Planung. Hass ist als Motivator nicht zu unterschätzen. Während alle anderen sich dem Leben widmen, sind Eiferer von unglaublicher Energie, Hartnäckigkeit und Tunnelblick auf ihr Ziel getrieben. Das muss man sich verdeutlichen, bevor man reflexhaft die Schuld für das Debakel allein bei den Demokraten sucht. (wie Jessen von der Zeit) Das tut dieser Artikel glcklicherweise nicht.
zum Beitrag21.09.2025 , 13:01 Uhr
Die Rolle des Arztberufs als eine der Stützen der NS- Apparats ist noch nicht genügend aufgearbeitet. Dieses Zitat zeigt unfreiwilligerweise, was den Beruf anfällig für das Denken in Generalisierungen und Vorurteilen macht: "Generalisations are the essence of medicine, which is always about playing the odds. Whether making a diagnosis or deciding on a treatment, decisions about individuals are made by extrapolating from generalities." Der Autor ( Arzt und Kolumnist des konservativen Spectator) leitet aus seiner Berufspraxis den Gedanken ab, dass das Denken in nationalen Stereotypen entstigmatisiert werden sollte, denn nur weil dies meist bedauerlicherweise zu Rassismus führt, heisst es noch lang nicht, dass man das Kind mit dem Bade ausschütten solle. www.spectator.co.u...ional-stereotypes/
Hier zeigt sich in Ansätzen deutlich das Problem, wenn der berufsspezifische Tunnelblick zu gesamtgesellschaftlichen Anschauungen (und schlimmstenfalls Ideologien) verleitet. Das selbe Problem haben wir heute mit einer Silicon Valley Tech- Elite, die ihre Startup-Logik ins Politische überträgt.
zum Beitrag20.09.2025 , 15:25 Uhr
"Er plädiert dafür, dem auf den Plattformen mit wahrheitsgetreuen und unterhaltsamen Inhalten entgegenzuwirken"
Frommes Wunschdenken. Recherchen, die der Wahrheit nahekommen, sind extrem zeit-und personalaufwändig. Wenn das Thema gründlich recherchiert wurde, ist es vielleicht gar nicht mehr aktuell und interessiert keinen. Die Wahrheit ist manchmal extrem unpopulär. Noch dazu verwirrend und wirft weitere Fragen auf. Innerhalb der Aufmerksamkeitsökonomie kann sie daher nur verlieren. Die Mechanismen der Plattformen begünstigen emotionalisierende Inhalte, Lügen, Verschwörungstheorien, extreme Meinungen, die SOFORT in hoher Zahl verfügbar sind. Die Plattformen sind für den Populismus gebaut. Innerhalb dieses Systems bleibt Qualität ein Nischenformat. Ganz zu schweigen davon, dass Algorithmen von Plattform-Inhabern wie Musk so gewichtet werden, dass sie seine Ideologien spiegeln.
Meiner Meinung nach sollten alle Tageszeitungen ihre eigenen sozialen Plattformen aufbauen, die nach einem komplett anderen Muster funktionieren. Die Incentivierungs- und Bewertungsstruktur für Beiträge sollte anhand eines Fakt- Buttons, statt eines Like- Buttons aufgebaut werden.
zum Beitrag19.09.2025 , 14:25 Uhr
Es wäre ja schön wenn Taz Journalisten sich tatsächlich mal den Fakten widmen würden, anstatt sich als Aktivisten zu verstehen und sich dabei gutgläubig von Lobby- Gruppen einwickeln zu lassen, die ihre causa in linker Optik zu verpacken wissen. Das wenig ruhmreiche Kapitel in den 70er Jahren, als die Linken sich von der Pädophilen-Lobby haben vereinnahmen haben lassen, sollte zumindest etwas als Mahnung nachhallen. Nicht alles, was sich als Rebellion gegen die biedere bürgerliche Sexualmoral verkauft, stimmt mit linken Werten und Menschenrechten überein.
Ist Frau Weber, die Pädagogik und Slawistik studiert hat, an Sexarbeit-Konferenzen in Berlin und Utrecht beteiligt ist und freischaffend als Domina arbeitet, repräsentativ für die Realität des Gewerbes oder vertritt sie die Interessen ihres Geschäftsmodells, das für sie persönlich gut funktioniert? Ist ihre Situation als deutschsprachige Selbstständige im high- end- Bereich als stellvertretend für ein Gewerbe zu verstehen, wo Menschenhandel und Zwangsarbeit aus Osteuropa die Regel, nicht die Ausnahme ist? Wohl kaum. Hier sollte differenzierter und kritischer recherchiert werden.
zum Beitrag19.09.2025 , 00:27 Uhr
Ja vor dem Hintergrund der Gleichschaltungsprozesse in der US Medien- und Kulturlandschaft kann man vielleicht auch langsam das Wort "vibe shift" bei der aufgekratzten Berichterstattung über die neuesten "Trends in Mode und social media" sein lassen.
Der Begriff vibe shift suggeriert, dass es sich um neue Trends handelt, die ganz natürlich aus der Gesellschaft kommen. Das lässt ausser Acht, dass weite Teile der US Kultur und Medien bereits von den Umbauprozessen in eine Diktatur betroffen sind und diese vermeintlichen Trends unter politischem Druck produzieren.
zum Beitrag13.09.2025 , 02:01 Uhr
Da sind wir wieder total beim sanewashing und Verharmlosen. Reichts denn nicht, wenn die an migrantischen Personen verübten Gewalttaten aufgrund der afd Rhetorik ansteigen?
Hauptsache, die migrantischen Arbeitskräfte erwirtschaften unsere Renten. In welchem gesellschaftlichem Klima, das ist nicht mein Problem. Alles ganz entspannt!
zum Beitrag12.09.2025 , 20:25 Uhr
en.wikipedia.org/w...Imperial_boomerang
zum Beitrag12.09.2025 , 20:22 Uhr
Ich bin nicht der andere Kommentator, aber der Begriff heisst imperialer Bumerang. Unter dem Begriff wird sich einiges an Literatur finden. Während der Kolonialzeit hatten zahlenmäßig sehr kleine Besatzungsmächte Kontrolle über grosse Gebiete mit zahlenmässig überlegener Einwohnerzahl. Um das zu bewerkstelligen, wurden Herrschafts- und Kontrolltechniken entwickelt, auch der psychologischen Unterjochung.
Dieses Wissen verschwand nach Ende der Kolonialzeit nicht, sondern wurde im Inneren z. B. zur Unterminierung von Gewerkschaften verwendet.
zum Beitrag12.09.2025 , 16:40 Uhr
Ist das hier anders? Putinversteher und AfD-Verharmloser gibt es hier auf linker Seite auch einige. Umso schlimmer, dass wir aus dem Ausland immer noch nichts gelernt haben und in jeden Fehler, den andere Länder schon gemacht haben, absolut auch noch machen müssen.
Schlafwandlerisch müssen die selben Holzwege beschritten werden, die selben Afd- verharmlosenden Diskussionen geführt werden, die in den US Medien vor 10 Jahren schon mit den exakt selben Argumenten geführt wurden.
zum Beitrag12.09.2025 , 15:53 Uhr
Natürlich. Da stimme ich zu, es wäre ein Albtraum. Wortwörtlich hatte ich es nicht verstanden. Eher im Sinne von, die Entfremdung des Wählers wird immer grösser je mehr die Politik nur noch ihre Lobbygruppen bedient und gleichzeitig nach unten tritt.
Wenn diese Entwicklung nicht thematisiert wird und weiterhin so getan wird, als sei alles beim Besten, entsteht Desillusionierung, die demokratiegefährdend wird, wenn entsprechende Parteien auftauchen, die den Systemwandel versprechen.
Das Miet- Thema ist seit 20+ Jahren in den Großstädten Dauerthema. Ich würde sagen, es ist seit langem das Thema Nr 1. Es wurde wohl immer wieder verschleppt, um die Einnahmen der Kapitalanlagen nicht zu schmälern. Die entstehenden Dissonanzen werden mit neoliberaler Rhetorik ( Leistung muss sich lohnen) so lang zugestopft bis die allgemeine Desillusionierung, auch bei jungen Wählern, leider genug Nährboden für Anti- System- Parteien angereichert hat.
zum Beitrag11.09.2025 , 20:15 Uhr
"Gescheiterte existenzen" in Anführungsstrichen. Also im Wertemodell des Neoliberalismus.
zum Beitrag11.09.2025 , 18:35 Uhr
"Sie kommen aus der Demokratie selbst, überlegt ter Braak. Denn die Demokratie postuliert, dass alle Menschen gleich sein sollen, die demokratischen Parteien indes können (und wollen) dies gar nicht umsetzen."
Es wär gut, den Punkt in Bezug auf heute näher auszuführen. Ich finde, der Soziologe Heitmeyer hat diesen Punkt ganz schlüssig erklärt: "Es ist ein wirkungsvoller, zynischer Mechanismus, dass jede Gesellschaft ihre Randgruppen erzeugt, um sich selbst zu stabilisieren. Die rücksichtslose Botschaft lautet: Strengt euch an, sonst landet ihr auch dort!"
www.profil.at/oest...sellschaft-7642635
In andern Worten, man möchte dringende soziale Probleme der unteren Klassen nicht unbedingt ganz lösen, da sie als motivierende Drohkulisse für die anderen Klassen fungieren sollen.
Diese ganzen Schreckbilder der gescheiterten Existenzen/ in die Armut Abgerutschten werden im deutschen Fernsehen rauf und runter veranschaulicht. Dieses mediale Dauerrauschen im Hintergrund trägt auch zur Zementierung der Ressentiments und Verinnerlichung der Drohung bei.
zum Beitrag10.09.2025 , 21:53 Uhr
Das ist alles richtig, zu dem exakt selben Schluss ist man in den USA gekommen, nachdem man 10 Jahre lang versucht hatte, den Donald Trump- Wutwähler wieder zurückzugewinnen. Darüber hat die US Linke sich jahrelang selbst zermartert, man hat unzählige Journalisten in den mittleren Westen geschickt, um "den weissen ländlichen Wähler zu verstehen", man hat Trump- Wählern pflichtschuldigst eine Plattform für ihre Ressentiments und Ignoranz eingeräumt, man hat das Erstlingswerk eines damals völlig unbekannten Autors namens J.D. Vance mit Lobhudeleien und Literaturpreisen überhäuft und ihn national bekannt gemacht. Das Resultat ist bekannt.
Diesen ganzen Unsinn kann man diesmal hoffentlich abkürzen. Es geht nicht um Argumente oder politische Vorteile, sondern um die Freude an der Schadenfreude. In Form des bösartigen Entertainments, das DT sehr gut beherrscht, entwickelt sich eine Suchtwirkung.
Was die jetzige Regierung macht, ist ebenfalls das Gegenteil von Entradikalisierung.
zum Beitrag10.09.2025 , 15:32 Uhr
Da ist was dran.. der Neoliberalimus als Ideologie verstärkt das Statusdenken, Konkurrenz, Verunsicherung und somit letztendlich gegenseitige Abwertungsspiralen.
zum Beitrag09.09.2025 , 01:30 Uhr
So ich habe den eigentlichen Artikel doch gelesen. Er war nicht so clickbaitig wie angenommen. Die Analyse des Artikels ist trotzdem falsch, weil es im postfaktischen Wahlkampf nicht um Rationales geht, sondern um Schadenfreude und darum, die imaginierten Feindgruppen zu bestrafen, selbst wenn sich ins eigene Fleisch geschnitten wird. Die US Landwirte, Stammklientel von DT, stehen nach der verheerenden Zollpolitik und den ausbleibenden Erntehelfern, wie zu erwarten war, vor dem Bankrott. Dennoch findet ein Umdenken oder Protest noch nicht statt.
Man bräuchte Wissenschaftler, die die Sucht nach Hass und Schadenfreude analysieren und wie es als Massenbewegung entsteht. Natürlich ist jede Scheinheiligkeit auf linker Seite ein Bonus für Rechte und muss daher angesprochen werden. Es gibt diese Dogmen. Allerdings ist der Autor sehr von US Debatten auf social media beeinflusst.
Die "Stimme des Volkes" wird alibi-mässig vorgeschoben um Kritik im Voraus als linke Wohlstandsverwahrlosung zu positionieren. Die sogenannte "Meinung des Volkes" steht auch nicht unter Artenschutz, denn sie kann sich auch gründlich irren. Tatsachen ganz allgemein wären besser und weniger "wer" was sagt.
zum Beitrag08.09.2025 , 19:30 Uhr
Die geschaffenen Abhängigkeiten von KI sind ein Problem weil es sich um eine sehr teure ressourcenverschwendende Technologie handelt, die alles andere als umweltfreundlich ist.
Sind diese Abhängigkeiten erstmal in geschlossenen Systemen zementiert und flächendeckend Standard, wird im B2B Abomodell abkassiert. KI wird bei dem Ressourcenverbrauch sicher nicht "umsonst" bleiben und US Konzerne haben es nicht so an sich, einen Service aus reiner Freundlichkeit gratis anzubieten.
D.h. das Endergebnis ist eine schlechtere Qualität, fallende Standards aber wenn die Abhängigkeiten einmal etabliert sind, bleibt man meistens dabei.
zum Beitrag08.09.2025 , 18:45 Uhr
Hier ein Zitat des Soziologen Heitmeyer, der seit langem ein Klima der zunehmenden Verrohung, insbesondere der bürgerlichen Mitte, beobachtet: "Die „rohe Bürgerlichkeit“ fällt weniger auf, das sind oft blitzblanke Fassaden, hinter denen die Überzeugung von kultureller Überlegenheit, Untergangsvorstellungen des deutschen Kulturvolkes und ein Jargon der Verachtung anzutreffen sind."
Es sollte nicht schwer zu verstehen sein, dass Fr. Ruiz damit in geballter Dosis zu tun hat, insbesondere nochmal durch ihre öffentliche Sichtbarkeit.
Das ganze Jammern gegen "woken Terror" meint vor allem: "die sollen den Mund halten und vor allem nicht sichtbar sein, so wie früher"
zum Beitrag08.09.2025 , 17:06 Uhr
Meines Wissens hat die Zeit, anders als die Taz, ein Modell, bei dem Werbeeinnahmen über Clickraten generiert werden. Anscheinend möchte die zeit online den sozialen Medien mit stetiger Boulevardisierung des Journalismus hinterherlaufen, also mit demagogischem Aufwiegeln gegen eine Fülle von gruppenbezogenen Feindbildern. Nur braucht man für sowas weder die zeit online noch die Bild im Abo, das Geschäftsmodell clickbait und wutgesteuertes engagement farming beherrschen die sozialen Medien viel besser.
Da Umweltschutz in der Politik der letzten Jahrzehnte wenig Fortschritte gemacht hat, verlagert sich die Verantwortung von der Politik sehr auf den Handlungsrahmen des Einzelnen. D.h. was von der Politik jahrzehntelang verschleppt wurde, versuchen Einzelne durch Recherche, Verzicht und alternative Konsumentscheidungen (Lastenfahrrad, wenig Einwegplastik, kein Palmöl, vegan) im Kleinen etwas besser zu machen. Da konservativ Gesinnte nix Konstruktives dazu beizutragen haben, wie man mit vielen Veränderungen in der sehr nahen Zukunft umgehen soll ausser “das wollen wir nicht, alles soll so bleiben wie wirs kennen” wird halt wieder ein neuer Sündenbock durchs Dorf getrieben
zum Beitrag06.09.2025 , 18:23 Uhr
Richtig. Der Lebensstandard im Osten ist sehr hoch im europäischen Vergleich.
Diese Diskussion verkennt die Untersuchungen, die klar zeigen, dass es nicht um rationale Gründe und das Materielle geht bei den Afd Wählern. Es geht nicht um ein "für" etwas sein sondern um Missgunst, ums dagegen sein und alle möglichen verhassten Gruppen abzustrafen, selbst wenn man sich selber dabei ein Bein stellt. Es geht um "wir" gegen "die". Das sieht man ganz deutlich an den Afd Slogans, mit denen die jede Woche durch die Ortschaften im Osten tingeln. "Damit aus Malchim nicht Berlin wird". Keine Sorge, das scheint mir sehr unbegründet aber es zieht offenbar bei den Wählern. Die TAZ hat Bewohner aus einer Afd Hochburg zu ihren "Sorgen" befragt. Der meistgenannte Grund war, dass es "zu viel um Leute in der Grossstadt geht in den Medien und dass zu viele Gelder in die Grossstädte fliessen".
zum Beitrag05.09.2025 , 21:48 Uhr
Es geht weniger um Gruppenbashing als die Tatsache, dass junge Menschen immer mehr zur Minderheit im politischen Sinne werden. (Siehe das Interview mit dem Soziologen El-Mafaalani) Sie stehen einer grossen Mehrheit gegenüber, diese Mehrheit entscheidet Wahlen und hat dabei die Zukunft und die aktuellen Lebensrealitäten der Jugend nicht im Blick.
zum Beitrag03.09.2025 , 13:22 Uhr
Hab ich schon Follower? ;) Sie sind doch der, der vom faschistischen Apartheidstaat Israel schwadroniert und im selben Kommentar Artikel aus der Times of Israel zitiert. Spricht ja schon dafür, dass selbst Sie irgendwo anerkennen, dass Israel eine pluralistische Demokratie mit breitem Meinungsspektrum ist.
Ich schreibe, dass ich links bin, weil Leute wie Sie mit Unterstellungen und Feindbildern arbeiten und Kommentare, die Ihnen nicht passen, in die Ecke Kreigstreibertum und Konservatismus stellen, damit sie an dem Feindbild wie immer ihre selbe Leier anknüpfen können, die total am Gesagten vorbei geht.
zum Beitrag02.09.2025 , 18:25 Uhr
Finden Sie das Vorgehen der radikalen Linken bei pro- Palaestina Protesten richtig? Dass eine juedische Gedenk-Gruppe, die den Geiseln gedenkt, mit roter Farbe in Frankfurt beschmissen wird und angepöbelt wird sowie die Fotos der Geiseln abgerissen werden?
Ganz ehrlich, was wurde um den einen ACAB Pulli von der Grünen fuer ein Theater von links gemacht. Zu anderen Sachen schweigt man eher. Aha. Nehme ich zur Kenntnis.
zum Beitrag02.09.2025 , 18:14 Uhr
Richtig. Vorab, ich bin links. Ich habe mir das sehr lange angeschaut und anfangs durchaus geglaubt, dass es der Linken nicht um Israelhass/ Antisemitismus, sondern Kritik an der Regierung geht.
Diese ganz laute Opfer-Inszenierung der radikalen Linken, dass man sie mit dem Antisemitismus- Vorwurf mundtot machen will, kauf ich nicht mehr ab. Die Schilder, die man zuhauf auf Palästina- Protesten sieht, sprechen eine ganz, ganz deutliche Sprache. Ebenso das ständige Geraune aus linker Ecke von der grossen zio Weltverschwörung, die sämtliche westliche Regierungen der Welt und die gesamte Presse um den Finger gewickelt hat. Von der Gewalt gegen jüdische Bürger hier ganz zu schweigen.
Was auch sehr auffällig ist, dass die Pseudo- Altruisten, die sehr bei dem Thema aufdrehen, sonst nicht grade mit sozialem Engagement glänzen. Das Interesse gilt nur fuer dieses eine Thema. Sieht man auch bei den Kommentaren hier.
zum Beitrag02.09.2025 , 15:54 Uhr
Ich bin froh, dass die Zeitung aufgehört hat weibliche Pronomen bei dem Neonazi zu verwenden. Es geht solchen Leuten ja nur darum, die Schwächen der Linken ( zu viel Toleranz gegenüber Intoleranten) vorzuführen.
In rechtsextremen Kreisen feiern die dieses Goebbels- Zitat, das die Schwächen der Demokratie verhöhnt. Dass die Demokratie den Feinden der Demokratie noch das Besteck herträgt mit der die Rechtsextremen sie zerlegen.
Wenn man die Rolle dieses Zitats bei den Rechten kennt, kann man die Masche besser einordnen, warum die Rechten immer auf "demokratische Menschenrechte" pochen oder "Bedrohung der Pressefreiheit" schreien.
Sie wollen sich über die Schwäche der Demokratie lustig machen. Vor allem dann, wenn ihnen nachgegeben wird. Diese Instrumentalisierung sollte man nicht mitmachen.
zum Beitrag02.09.2025 , 15:09 Uhr
Übrigens ist auch die Arbeitsweise mancher ausländischen Medien extrem fragwürdig was journalistische Standards angeht. Das Zitat eines Gaza Kontakts- "Die Redaktionen schicken mir ihre Themenidee, ein paar Details und Fragen an die Protagonistinnen und Protagonisten." entlarvt unfreiwillig die klare top-down Aufgabenverteilung nach dem Motto "wir bestellen, du lieferst uns den content" von ausländischen Medienhäusern mit Palästinensern vor Ort.
Soll heissen, die ausländischen Redaktionen legen anscheinend schon mal eine Story fest, und bestellen bei den örtlichen palästinensischen Kontakten "Protagonisten", die die entsprechenden O-Töne und Bilder liefern, mit der die redaktionell bereits feststehende Narrative ausgepolstert wird. Welcher "content" bei den Zuschauern im Ausland zieht und clicks bringt, wird womöglich dann nachbestellt, nehme ich an.
Diese Arbeitsweise ist auch kein Journalismus mehr, das ist PR.
zum Beitrag02.09.2025 , 13:05 Uhr
Polemik, Unterstellungen, Antisemitismus, usw. Wie immer das übliche.
@TAZ Wollt ihr wirklich antisemitische Propaganda-Begriffe wie Apartheidstaat Israel durchgehen lassen? Es handelt sich um einen antisemitischen Begriff, der faktisch falsch ist. Antisemitisch, weil er impliziert dass der Staat Israel weg muss. Faktisch falsch, weil es in Israel eine pluralistische Demokratie gibt, in der Araber und Juden wahlberechtigt sind und Parteien gründen können. Es gibt auch eine islamistische Partei in der Knesset ( Ra'am). Der Apartheitsstaat Südafrika wurde von einer Regierung bestimmt, die aus der weissen Minderheit hervorging, die das alleinige Wahlrecht hatte.
Hier 2 informative Links zum Begriff. Vor allem das erste, ein Interview mit Dr Felix Klein ist sehr lesenswert.
www.antisemitismus...e-zeit-mbembe.html
www.adl.org/resour...el-apartheid-state
zum Beitrag02.09.2025 , 12:22 Uhr
Vorab, Krieg ist schrecklich. Glauben Sie aber wirklich, dass unabhängiger Journalismus in einer Hamas-Diktatur möglich ist, unter den von Ihnen beschriebenen Umständen? Die Leute können aus dem Gebiet nicht raus. Wie in allen repressiven Regimes mit totalitärer Kontrolle herrscht auch in der Hamas ein Klima der Paranoia. Hamas- Aussteiger Moab Hassan Yousef hat z. B. mit angesehen, dass die Hamas reihum Leute aus ihren eigenen Reihen zu Tode foltert, wenn nur der leiseste Verdacht auf sie fällt, mit Israel zusammenzuarbeiten, was bei den Opfern womöglich noch nicht mal zutraf. Glauben Sie also wirklich, dass so ein System freien Journalismus zulässt, gerade in einer Lage, wo es stark von aussen bedroht ist? Oder ist es wahrscheinlicher, dass jeder, der nicht der Propagandalinie entsprechend sendet, zum Sündenbock gemacht wird? Es ist auffällig, allein Israel zu unterstellen, "die Wahrheit in Trümmern zu begraben".
Man kann gegen den Krieg sein aber es ist völlig unkritisch, die Illusion zu verbreiten, dass es unter der Hamas noch eine Wahrheit gab. Dass die Hamas einen Terrorstaat mit einem Propaganda-Apparat bildet, sollte nicht wieder und wieder bagatellisiert werden.
zum Beitrag01.09.2025 , 18:00 Uhr
Auf mein Nachgoogeln war das der Fachbereich Anthropologie in Tübingen. Könntet ihr genauer berichten aus welchen Fachdisziplinen genau diese sogenannten "Forscher" kamen, die diese Rassetheorien unter dem Deckmantel der Wissenschaft verbreiteten. Das wäre gut zu wissen, um auf problematische Wissenschaftsstandards in diesen Disziplinen aufmerksam zu machen, die sowas ermöglichten.
zum Beitrag01.09.2025 , 16:48 Uhr
"Die Hamas nutzt zivile Infrastruktur für ihre Zwecke" ist auch eine sehr euphemistische Umschreibung der Tatsache, dass die Hamas seit Jahren Krankenhäuser/ Schulen als zivile Schutzschilder missbraucht, indem sie Munition gezielt dort lagert und Militärbunker unter Krankenhäusern anlegt.
Der "Kollateralschaden" und die mediale Verbreitung von Bildern toter Zivilisten ist eine Säule der Propaganda. Mehrere Hamas- Aussteiger haben das als militärische Strategie geschildert. Dass religiöse Dogmatiker Krieg mit allen Mitteln betreiben, möchte man nicht so ganz wahrhaben.
www.theguardian.co...civilian-gaza-city
zum Beitrag01.09.2025 , 14:11 Uhr
"Und ja, die Hamas nutzt die zivile Infrastruktur im Gazastreifen für ihre Zwecke."
Genau das wird aber viel zu wenig thematisiert. Terror verändert eine Gesellschaft. Das scheinen viele Linke nicht begreifen zu wollen. Die Berichterstattung ist komplett von Sofa-Pazifismus durchdrungen, der sich in moralischer Überlegenheit gefällt. Nach dem 11. 9. haben die USA mit breiter europäischer Unterstützung jahrelange blutige Kriege in Afghanistan und Irak geführt und in Guantanamo Menschenrechtsverletzungen begangen, die bis heute andauern. Ja, das war falsch aber das Pendel ist mittlerweile so umgeschlagen dass der Hamas Jihad und Begriffe wie Intifada als "Befreiungskampf" von der Linken verniedlicht werden. Das ist auch kompletter Kulturkampf- Irrsinn, wenn Linke wie Mamdani "die globale Intifada" als Wahlkampf-Losung ausgeben. Gehts noch?
Wenn wir hier einen Terroranschlag vom Ausmass des 7.10. hier hätten mit den entsprechenden Bildern von deutschen Frauen, was denken Sie eigentlich was hier los wäre? Menschen/ Asylrechte werden Themen von gestern sein. Wir sind auch ohne einen Terror vom Ausmass des 7.10. oder 9.11. schon kurz davor, der Afd Rekordergebnisse zu liefern.
zum Beitrag30.08.2025 , 23:15 Uhr
Na ich hoffe dass Sie Punkt 3 selber schon mutig umgesetzt haben anstatt 20jaehrigen eigene unerfuellte Wunschvorstellungen aufzutragen und sie zu kritisieren dass sie die Welt nicht schnell genug veraendern.
Soll jeder den Beruf ergreifen den er moechte... Auch Sozialpaedagoge.
zum Beitrag30.08.2025 , 22:40 Uhr
"Er wurde gewählt, weil dahinter ein linkes populistisches Programm steht. "
Mamdani ist noch nicht als Buergermeister gewählt worden. Er hat die Vorauswahl der Demokraten gewonnen aber noch nicht die Buergermeisterwahl. Er scheint es zu werden aber es ist noch nicht sicher.
zum Beitrag30.08.2025 , 15:44 Uhr
Stimme zu, die Rechte ist nicht an Tatsachen interessiert weil die das ideologische Weltbild stören.
Ich bin allerdings auch skeptisch was die Reduzierung der Aufarbeitung auf die Trauma-Komponente angeht. Mitleid kostet bekanntlich nichts. Wesentlich unangenehmer wird es wenn wir uns wirtschaftlichen Analysen stellen.
Auf die Binnenperspektive bezogen, haben wir in D ja eine Diskussion, die das Problem der wachsenden strukturellen Ungleichheit und die Konzentration von Macht in einer Erbengesellschaft benennt. Dass diese Schicht politischen Einfluss zu ihren Gunsten ausübt, wird durchaus als Problem erkannt, das aber selten in grösseren globalen Perspektiven gedacht wird.
Der deutsche Kolonialismus wird allgemein als wirtschaftlich unbedeutend dargestellt, besonders im Vergleich zu GB. Dieses Sichtweise unterschlägt aber, dass anfänglich geringe Kapitalerträge langfristig durch neokoloniale Macht-Asymmetrien ausgebaut und wirtschaftlich zementiert werden. Alle Schokoladenfirmen hatten z. B. koloniale Wurzeln und sind heute Teil von globalen Konglomeraten wie Nestle, Unilever, Mondelez die nach selben Prinzipien auf dem Weltmarkt agieren.
zum Beitrag29.08.2025 , 22:17 Uhr
Wichtiges Thema und gute Idee mit der Plattform wo man sich zu Betrieben austauschen kann.
zum Beitrag29.08.2025 , 21:58 Uhr
Nabelschau? So nennt man das also bei Queerer Identität, aber wenn die eigene DDR Biografie thematisiert wird, dann heisst es natürlich nicht so und dann sollen alle zuhören.
zum Beitrag29.08.2025 , 21:13 Uhr
Mein Eindruck isses auch. Es gibt sehr sehr zahlreiche Artikel mit nicht immer vorhandener Substanz zu dem Thema die quantitativ stark eine Perspektive gewichten. Da reicht zur Veröffentlichung auch schon ein Artikel auf Niveau von einem Post wo der Autor nur seine Emotionen rausschreibt. So ein Artikel wäre aus der gegensätzlichen Position redaktionell nicht durchgegangen.
Die Hamas erhielt und erhält seit vielen Jahren ca 100-350 Millionen im Jahr aus Iran und weitere Summen aus Qatar, Einnahmen aus millionenschweren Investmentportfolios und bitcoin-Finanzstroemen, die man nicht verfolgen kann. Hier sind über die Jahrzehnte Milliarden fuer Ideologien versickert. Die Führungsriege der Hamas besteht aus Multi-Milliardären.
Finanziell wird der Konflikt von den Interessen Irans/ Qatars erhalten. Darum geht es schon sehr lange
zum Beitrag28.08.2025 , 22:39 Uhr
Ja, die Ablehnung der Zweistaaten Lösung und Ablehnung der Existenz Israels in der Hamas Verfassung wird von der Soli Bewegung gerne unterschlagen. Wobei der Begriff Soli auch verschleiert, dass nichts so sehr eint wie ein gemeinsamer Feind.
Wir haben in D extrem bedenkliche Entwicklungen von institutionellem Rechtsruck und eine Serie von verschiedenen rechtsterroristischen Morden/Brandanschlägen die mittlerweile schon fast so viele Opfer zählt wie damals beim NSU. Interessiert merkwürdigerweise... keinen. Wann soll denn der genehme Zeitpunkt sein, an dem man sagen darf, dass dieses Desinteresse an der Situation, die wir hier haben bei gleichzeitig maximalem Aktionismus in Bezug auf NO Themen immer bizarrer wird?
Ich kann das nur so interpretieren, dass Teile der Linken sich komplett davon verabschiedet haben, was in D stattfindet und stattdessen lieber beschäftigt sind, sich moralisch am NO-Konflikt zu profilieren.
zum Beitrag28.08.2025 , 12:55 Uhr
Das Problem mit dem Konflikt als Projektionsfläche ist, dass er zum Revitalisierungsprojekt der Linken verkommen ist, die in der globalen Soli- Bewegung eine Illusion vom vereinten Befreiungskampf zelebrieren, der aber real nicht stattfindet. Teile der globalen Linken sind von den ewigen banalen Bösartigkeiten der konservativen Regierungen, dem aussichtslos wirkenden Kampf gegen den Klimawandel und den jahrelangen Kulturkämpfen, die von den Rechten betrieben werden, so desillusioniert und ausgelaugt, dass sie sich in die Projektionsfläche Nahost zurückziehen, anstatt wieder und wieder gegen die realen Bedrohung der Demokratie vor Ort zu mobilisieren.
Dieser Rückzug der Linken aus der Realität hat in den USA dazu geführt, dass Teile der Pro- Palästina- Linken (die sich im "uncommitted" movement formierten) bei den letzten Wahlen zuhause blieben.
Zum anderen führt die Verflachung des Konflikts auf ein Symbol ( Freiheitskampf) zu solchen Widersprüchlichkeiten wie den feministischen Gruppierungen, die den 7. Okt. in den sozialen Medien als Befreiungskampf feiern.
zum Beitrag27.08.2025 , 19:13 Uhr
Die Entwicklung des Nahostkonflikts zu einer globalen linken Marke ist ein Problem. Weil die komplexe Realität des Konflikts irgendwann keinen mehr interessiert, wenn sich alle schon auf das Marken-Symbol geeinigt haben. Alle unbequemen Wahrheiten, die nicht zur Marke passen, mit der man sich identifiziert, werden gerne ausgeklammert.
Diese persönliche Identifikation und unselige Verquickung mit dekolonialen Diskursen macht Diskussionen schwierig weil nicht mehr über den Konflikt an sich gesprochen wird, sondern nur noch Feindbilder markiert werden. Wer nicht voll und ganz pro-Palaestina ist, dem wird unterstellt nicht links zu sein bzw. Kolonialismus zu befürworten. Gerne noch garniert mit küchenpsychologischen Deutungen über deutsche Schuldkomplexe.
zum Beitrag27.08.2025 , 18:09 Uhr
Das lebendige Erbe der Kolonialzeit könnte man in Swakopmund, Namibia, sehen wo noch eine Gemeinde von ca 30.000 Deutschen seit der Kolonialzeit lebt. Die Stadt sieht aus wie eine beliebige deutsche Kleinstadt. Gaststätten mit Schildern in Frakturschrift, Fachwerk-Architektur.. Wie die NYT berichtet, grüsste man sich dort noch in den 80ern mit dem Hitler-Gruss, den die deutsche Gemeinde dort einführte. Peter Thiel, deutscher Investor im Silicon Valley und Förderer von Vance, Musk und Trump, hat einen Teil seiner Kindheit in ebendieser Gemeinde verbracht und ist in die deutsche Schule Swakopmund gegangen. Ähnlich wie auch Musks Vater, hatte Thiels Vater Verbindungen zum Apartheid- Regime. Das Neonazi- Revival im Silicon Valley, an dem 3 Männer massgeblich beteiligt sind, die ihre Kindheit zur Zeit der Apartheid in Afrika verbracht haben, ist ein direktes Erbe der Kolonialzeit.
Seltsamerweise sieht man nie arte- oder ard- Dokus aus Swakopmund, die die deutsche Gemeinde dort besuchen. Warum bloss? Fürchtet man sich etwa davor, welche Wahrheit und Kultur man dort leibhaftig vorfindet? Eine Kultur von generationellem Rassismus, die nicht beruhigend in in der Vergangenheit verblasst.
zum Beitrag19.08.2025 , 16:11 Uhr
Ich stimme der Autorin zu. Beavis und Butthead waren leider prophetische Figuren, die den Wähler im Zeitalter von "Wir amüsieren uns zu Tode" (Neil Postman) veranschaulichen. (Beavis und Butthead sind Figuren von bösartiger Stumpfheit, die nicht sprechen und alles mit einem debilen hö hö hö kommentieren.) In den 80ern warnt Postman als Englisch-Lehrer vor einer Gesellschaft, der Inhalte immer egaler werden, solange es dabei was zu lachen gibt.
Dieser Unterhaltungsfaktor ermöglichte den Aufstieg von D. T., der Memes ohne Ende lieferte. Klopapier am Schuh, absurde Tweets, usw. Nach ueber 10 Jahren Memes und dem quotenträchtigen Rauf und Runterzitieren dieser Momente in den Medien hat man sich in die Diktatur gekichert.
Das Meme ist ein lustiger Clip, der komplett vom Kontext losgelöst im Internet zu finden ist. Das endlose Scrollen auf der Suche nach neuen Lachern auf Meme-Seiten hat absolut nichts mit dem Rezipieren von Gesellschaftssatire zu tun, die inhaltliche Kritik an Machthabern liefert- sondern viel mehr mit dem nihilistischen Beavis und Butthead- artigen Kichern, dem Inhalte egal sind. ( "Putin mit Halbglatze?" hö hö hö "Klopapier am Schuh?" hö hö hö )
zum Beitrag18.08.2025 , 15:39 Uhr
Ein sehr guter Artikel.
Trauma wird oft als Defizit und tragische Abweichung von der Normbiografie dargestellt.
Ich denke aber, dass Personen mit diesen Erfahrungen die Realität von Machtverhältnissen besser einschätzen.
Denn vieles, was wir ueber die Entstehung von Faschismus und die Strategien der Machterhaltung in totalitären Systemen wissen, haben wir der Generation der Holocaust- Betroffenen und 2. WK- Flüchtlinge ( Hannah Arendt) zu verdanken, die diese Mechanismen als Opfer dieser Systeme gezwungenermassen reflektieren mussten und zum Thema machten.
Gesellschaften, in denen dieses Trauma bzw Geschichtswissen nicht mehr so präsent ist, erkennen die Warnzeichen nicht mehr oder nehmen sie nicht ernst. Vor allem in den USA, wo diese Erfahrungen mit einer Diktatur fehlen, hat man Bedenken um D. T. lange als unvorstellbar abgetan.
Die Geschichten von allen Trauma- Überlebenden und Flüchtlingen sind daher in aller erster Linie politisch. Diese Erkenntnisse ueber alles was in einer Gesellschaft schiefgehen kann, sollten nicht in der Psychiatrie versiegelt werden, damit der Rest der Gesellschaft in der Illusion leben kann, dass "uns" das nie passieren kann.
zum Beitrag23.07.2025 , 22:01 Uhr
Internierungs-Lager, in denen tausend oder mehr ohne Perspektive verwahrt werden sollen, rechtsfreie Dunkelzonen die bewusst ausserhalb des EU- Rechts geschaffen werden, politisch instabile Drittländer in denen eh nicht so auf Rechte geschaut wird.
Sind diese Infrastrukturen erstmal geschaffen und die entsprechenden Gesetze verabschiedet, tendieren sie zur Dauersituation zu werden. Siehe Guantanamo.
Bei Amazon kommt Ware, die bei Nichtgefallen zurück an den Return hub geschickt wird in die Destroy Stationen. Auch das werden wir bei dieser Neuauflage der Strafkolonien noch sehen.
zum Beitrag22.07.2025 , 12:59 Uhr
Oder eine Kamera installieren um zu sehen welcher Anwohner diese Brieflein regelmässig in den Briefkasten steckt.
zum Beitrag22.07.2025 , 11:29 Uhr
Ich verweise an dieser Stelle wieder auf den Fall in Wilhelmshaven wo es ein ähnliches Muster an rechtsextremen Nachbarschaftsterror gab mit anschliessender Brandstiftung. Die schwarze Familie war aufgrund von rassistischen Belästigungen kurz davor in eine neue Wohnung zu ziehen. In der Nacht wurde ein Brand gelegt, die Wohnung brannte aus und der 4 jährige Sohn der Familie starb. Der Fall in Solingen: 4 Tote nach rechtsextremen Brandanschlag. Der Vermerk "rechtsextrem" wurde von der Polizei gelöscht. Der Täter von Solingen hatte bereits in einem anderen Mietshaus versucht, die Wohnung eines marokkanischen Nachbarn anzuzünden. Es wurde wiederholt Brandbeschleuniger an dessen Wohnungstür gegossen. Das Muster des NSU wurde auch jahrzehntelang ignoriert... wir haben bereits eine Serie an Nachbarschaftsterror mit anschliessender Brandstiftung und Toten. Was soll eigentlich noch passieren?
zum Beitrag21.07.2025 , 19:12 Uhr
Ja. Wir werden uns im Nachhinein auch noch die Augen reiben, wie blauäugig und naiv damals gegen ein Afd Verbot argumentiert wurde.
Es ist ehrlich gesagt schon eine maliziöse Verkennung der Prioritäten.
Diese Pseudo- Diskussion um Protest-Etikette ist etwa so relevant wie sich als Gast auf der Titanik beim Personal zu beschweren, dass die Servietten und Bestecke nicht an ihrem richtigen Platz liegen, während das Schiff schon einen Neigungswinkel von 10 Grad hat.
zum Beitrag21.07.2025 , 18:48 Uhr
Ich gebe Ihnen völlig recht. Im den USA haben die quotenfixierten Medienhäuser auch jahrelang Trump mit seiner Demagogie und seinen Falschaussagen die Plattform überlassen und dadurch erst richtig gross gemacht. Hetze wurde salonfähig gemacht und schrittweise normalisiert. Das Ganze bemäntelt mit dem Argument der "ausgewogenen" demokratischen Pressefreiheit. Die Öffentlich Rechtlichen Medien hier folgen dem selben Schema und geben brav den Türöffner. Nein, es wurde wirklich nichts gelernt und zwar gleich zweimal nicht!
zum Beitrag21.07.2025 , 15:46 Uhr
Fr. Dr Gebru ( Ex Ethikberauftragte bei Google) und Emile Torres haben diesen Trend untersucht. Hinter diesen Spielereien stecken leider sehr finstere, eugenik-besessene und quasi-religiöse silicon valley Ideologien. Diese fantasieren under anderem davon, dass ein Grossteil der ressourcenverbrauchenden Bevölkerung "entbehrlich ist" weil wir bereits das digitale backup haben. Leider ist das kein schlechter Witz. Dahinter steckt der übliche menschenfeindliche Fanatismus, der davon überzeugt sind, dass das, was den Menschen ausmacht, nur eine Ansammlung von Daten ist. Dieser Logik folgend, ist die fleischliche Hülle überflüssig.
zum Beitrag21.07.2025 , 13:57 Uhr
Zur Klarstellung: *eine systemische Umstellung weg vom Weizen zu verhindern wissen.
Eigentlich braucht es aufgrund des Klimawandels überall riesige Umstellungen, die an solche Kulturheiligtümer wie Auto, Schnitzel, Weizenbrot, den perfekten Fussballrasen im Vorgarten gehen. Leider sehe ich schwarz was auch nur ansatzweise ein Umdenken betrifft.
zum Beitrag21.07.2025 , 13:06 Uhr
Ich wusste nichts von den pro-diktatorischen Äusserungen. Danke fürs Recherchieren.
zum Beitrag21.07.2025 , 13:02 Uhr
Trockenresistente Pflanzen könnten schon eine Lösung sein. Gute neue Hirseprodukte könnten eine bessere und gesündere Alternative zum Weizenbrot sein. Wenn sich Sterneköche und Lebensmittelwissenschaftler zusammentun, könnte man sicher eine Palette an neuen Produkten erfinden, die auf den Eigenschaften von Hirse aufbauen und viel gesünder sind als Weißbrot, das anscheinend ohnehin immer mehr Leute nicht vertragen.
Nur werden die Agro-Monopolisten, die Weizen- Saatgut und Dünger verkaufen sowie alle Industrien, die auf Weizenverarbeitung ausgerichtet sind, das zu verhindern wissen.
Es gibt 1. Genau wie beim Auto, ideologische Fixierungen auf Weizen bzw Weizenbrot die ein Umdenken verhindern. 2. Systeme und Industrien, die auf Weizenverarbeitung ausgerichtet sind. Die Agrarkonzerne werden weiter Unsummen ausgeben, um Lobbyarbeit in den Agrarwissenschaften zu betreiben ( siehe Baranski, The Globalization of Wheat) und genetisch modifizierten angeblich dürreresistenten Weizen zu bewerben. Wenn die vollmundig versprochenen Erträge sehr durchwachsen ausfallen kann man die entsprechenden Düngemittel als Lösung des Problems verkaufen. Win win!
zum Beitrag19.07.2025 , 12:57 Uhr
Musk pflegt Kontakte zu Meloni und zur Afd und war zum Afd Parteitag zugeschaltet. Die Rechtsextremen agieren heute global und tauschen sich über Strategien aus wie man Demokratie aushebelt. Darum die Parallelen in mehreren Ländern. US Neonazis haben ein besonderes Interesse an Europa und insbesondere Deutschland aus ideologischen "Heimat" Gründen. Aber auch in Ländern wie Grossbritannien ist die amerikanische Christliche Rechte immer stärker sichtbar und finanziert Kampagnen, die man aus den USA kennt.
Wo wir uns ebenfalls den USA annähern ist die Spaltung der Medien. Bild Leser werden zu diesem Vorfall völlig andere Dinge gelesen haben. Es besteht keine gemeinsame Faktenbasis in einigen Dingen.
zum Beitrag16.07.2025 , 17:46 Uhr
Identitätspolitik wird es geben solange es Straftaten an Personen aufgrund ihrer Identität gibt. Was ist daran so schwer zu verstehen?
Der Universalismus dient vor allem der bequemen Mehrheit, die die Realität anderer gern bagatellisiert und die Opfer mundtot machen möchte weil die die Illusion der Harmonie stören. Wir können wie in der Diktatur Begriffe mit Identitätsbezug wie Femizid oder Rassismus aus dem Vokabular streichen und "alle werden gleich behandelt" als Mantra verordnen- das macht es noch lange nicht wahr.
Die Arbeiterbewegung ist aus der politischen Selbstermächtigung der Arbeiterklasse entstanden. Auch das war Identitätspolitik, genau so wie die Bewegung der Suffragetten. Von daher ist die Kritik an dem Konzept nicht nachvollziehbar.
zum Beitrag16.07.2025 , 17:03 Uhr
Ich möchte natürlich klarstellen dass auch Femizide politisch sind da sie Ausdruck patriarchaler Gewalt sind.
zum Beitrag16.07.2025 , 16:34 Uhr
BMW, Fussball, irgendwas mit "Dichtern und Denkern" was aber auch schon eine ganze Weile her ist... bei so viel Gerede um Leitkultur bleibt die Frage nach deutscher Identität eine auffällige Leerstelle. Diese Sinnfrage löst die konservative Politik hauptsächlich über die Konstruktion von Feindbildern - mit den sich wiederholenden negativen Folgen.
zum Beitrag16.07.2025 , 16:26 Uhr
Ach so. Verstehe, das war sicher umständlich.
zum Beitrag16.07.2025 , 13:20 Uhr
Mir sagt diese Sendung überhaupt nichts. Muss man das kennen?
zum Beitrag16.07.2025 , 13:17 Uhr
Aha..?? Schön, dass sie das der Klasse nun mitgeteilt haben aber dieser Unterrichtsbeitrag hat nichts mit dem Thema zu tun.
zum Beitrag16.07.2025 , 12:23 Uhr
Ich finde das Vorgehen der Aktivisten völlig richtig. Nur leider befinden wir uns als Gesellschaft im Tiefschlaf und möchten nicht von Tatsachen gestört werden.
zum Beitrag16.07.2025 , 11:53 Uhr
Mich stört die Verwendung des Begriffs Femizid in diesem Kontext auch weil dadurch eine Beziehungstat impliziert wird und das wahrscheinlich rechtsradikale, politische Motiv dadurch "privatisiert" wird. Täter und Opfer waren Nachbarn. Sie wurde aufgrund dessen ermordet, was das Kopftuch für den Täter repräsentiert hat. Das ist das Gegenteil einer persönlichen Beziehungstat.
Wie die Taz berichtet hat, sind überwiegend junge Menschen, vorwiegend Kinder, Mädchen und Frauen sowie alte Menschen Opfer von Hasskriminalität da sie ein leichteres Opfer darstellen.
Diese Taten sollten aber nicht als Gewalt gegen Frauen / Femizide umbenannt werden weil somit die politische Komponente (Rechtsextremismus) unsichtbar gemacht wird. Hauptmotiv für die Tat ist das Kopftuch/ der Migrationshintergrund.
zum Beitrag16.07.2025 , 11:09 Uhr
Was ist eigentlich aus den Ermittlungen in Wilhelmshaven geworden? Vor einiger Zeit kam dort ein schwarzer Junge ums Leben. Die Wohnung der Familie wurde in Brand gesteckt und brannte völlig aus. Auch hier wurde ein rechtsradikaler Anschlag vermutet aber man hört nachher nie wieder was davon in der Presse. Diese Vorfälle häufen sich. Auch einer der überführten Neonazi Brandstifter in einem anderen Fall hat zuvor Brandsätze / Benzin an der Wohnungstür eines ausländischen Nachbarn angebracht und mehrfach versucht, die Wohnung in Brand zu setzen- was nicht gelang. Immer wieder hört man von Brandstiftung mit zu hoher Wahrscheinlichkeit rechtsextremem Hintergrund gegen ausländische Nachbarn aber es gibt nie ein follow up oder einen Artikel der dieses Muster benennt und diese ganzen Einzelfälle zusammenfasst und über den Ermittlungsstand informiert.
zum Beitrag02.07.2025 , 23:46 Uhr
Wenn die Afd an die Macht kommt, werden diese jungen Leute wieder zurückgeschickt oder sonstwie zum politischen Spielball. Und dann stehen sie nach 6 Jahren in Deutschland bei der Diakonie beruflich mit nichts da denn diese Ausbildung wird in Brasilien gar nicht anerkannt.
Diese Ausbildung geht am brasilianischen System vorbei. Hier wird eine extrem prekäre Situation erschaffen die in der Taz viel zu unkritisch hinterfragt wird.
zum Beitrag02.07.2025 , 15:43 Uhr
Laut OECD leisten wir uns das ungerechteste Schulsystem der Welt, was der deutschen Mittelschicht und deren mittelmässigem Nachwuchs sehr zugute kommt. In keinem anderen Land entscheidet die soziale Klassenzugehörigkeit der Eltern dermassen über die Zukunft der Kinder. Wie vergeuden enormes Potenzial um uns diesen Kleinbürger-Feudalismus zu leisten. Aber klar, dann holen wir uns halt neue Gastarbeiter die in großer Armut mit wenig Ansprüchen aufgewachsen sind und bei unfairen bzw fremdenfeindlichen Bedingungen in Sachsen schon die Zähne zusammenbeissen und für uns schuften werden.
zum Beitrag30.06.2025 , 10:52 Uhr
Die Überschrift und der Text drunter sind absurd. Gewinner ist ein Bekannter Trumps und Inhaber einer Investmentfirma, America First Global. Die Firma erhält Kontrolle über Minen und somit riesige Fördermengen an Konflikt-Mineralien, also Bodenressourcen. Dieser Deal ist nichts anderes als Neokolonialismus. Die Ukraine soll in einem ähnlichen Mineralien Deal ausgeschlachtet werden.
Der Congo und die Ukraine sind beides Länder die eine extrem schwache Verhandlungsposition haben. Das sollte in der TAZ klipp und klar als Neokolonialismus bezeichnet werden.
zum Beitrag23.06.2025 , 15:20 Uhr
Eben. Die ständige Beschwörung der Mitte als angeblichen Massstab der Vernunft hat AUCH ideologische Züge. Wo war denn die biedermeierliche Mitte im Nationalsozialismus? Nichts gewusst, nichts gedacht, Hauptsache uns gehts gut. Die Verteufelung von "Extremisten" blendet ja gern Ursache und Wirkung aus. Die "Klimaextremisten" gäbe es nicht, wenn nicht der Großteil der Bevölkerung im Anbetracht der Klimakatastrophe den Kopf in den Sand stecken würde und stur auf "weiter so" / "nach mir die Sintflut" beharrt.
zum Beitrag23.06.2025 , 11:30 Uhr
Dieser Versuchsaufbau mit dem Kartenspiel ist totaler Humbug, der versucht, ne sehr simple Analogie zwischen autoritären Denkmustern und geistiger Inflexibilität herzustellen. Unfug weil gerade fundamentalistische Gruppen und Terroristen oft die ersten sind, die neue Technologien für ihre Zwecke nutzen. Tik tok propaganda, Crypto coin Finanzströme, botfarm - Manipulation, cyber Angriffe auf westliche Einrichtungen ... Fundamentalisten sind der Normalbevölkerung oft sehr weit voraus, wenn es darum geht "neu entstandene Spielregeln" durch die Digitalisierung zu identifizieren und für sich zu nutzen.
zum Beitrag05.06.2025 , 08:25 Uhr
Hab 20 Jahre lang die sz gelesen. Früher war sie mitte links. Das trifft heut nicht mehr zu meiner Meinung nach. Die Qualität ist anders und heut ist die Hälfte auf der landing page neoliberaler Propaganda Content. Ständig diese Coaching Tipps! Bin darum zur taz gewechselt. Bitte fangt hier ned auch mit den ewigen Coaching Artikeln an.
zum Beitrag01.06.2025 , 21:05 Uhr
An dieser Stelle eingestreut sei der Terminus "Cop-a-ganda", zusammengesetzt aus "cop" und "Propaganda". Zitat:
"Darstellungen fiktionaler Polizei in den Medien Film und Fernsehen, also durch Krimiserien und Polizeidramen, werden als Copaganda kritisiert", da sie "eine Fantasie, was ein Polizeirevier sei, darstellen, als sei es echt und so echten Polizeirevieren eine Deckung geben.[7] Eine Studie (...) berichtete, dass Krimiserien, die häufig Polizeireviere (...) als Berater engagieren und hauptsächlich von weißen Männern geschrieben werden, Polizisten überwiegend schmeichelhaft darstellen und die Polizei verherrlichen, während viele Zuschauer die Darstellungen als realistische Repräsentationen des Strafjustizsystems wahrnehmen würden. "
de.wikipedia.org/wiki/Copaganda
Im GEZ finanzierten Ersten und Zweiten herrscht eine Fülle von Tatorten und Tatort- ähnlichen Formaten!
zum Beitrag01.06.2025 , 17:23 Uhr
Es weht ein autoritärer Wind in den USA. Die Fahnderln müssen neu justiert werden wenn die Karierre im TV noch sein soll. Das Buch kann man als soft launch in die neue Phase as MAGA- treuer Medienschaffender werten. Den flotten Wechsel vollziehen grad einige.
In der Liste der aktuellen politischen Sauerereien in den USA ist dieser Vertuschungs- Skandal der Demokraten sehr weit unten anzusiedeln.
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